Exkursionen

A Augustinerkloster, Michaeliskirche, Collegium Maius & Landeskirchenamt, Erfurt

Das Augustinerkloster besticht sowohl mit seinen historischen Teil, u. a. der Kirche mit restaurierten Farbglasfenstern (von ca. 1310 bis 1330) als auch mit den Neubauten an Stelle der kriegszerstörten Bibliothek und der Waidhäuser. Zudem erfolgt eine Besichtigung des nahegelegenen neu errichteten Kirchenamtes mit wiederaufgebauten Hauptgebäude der alten Universität (Collegium Maius). In einem Vortrag wird die Rekonstruktion der in Deutschland einmaligen Stabwerksfenster dargestellt.

Leitung: Bernd Rüttinger

Stabwerkfenster im Collegium Maius, Erfurt

Foto © Bernd Rüttinger

B Her(r)bergskirchen Thüringer Wald:

Vor-Ort Gespräche zur Entwicklung neuer Perspektiven der Kirchennutzung, ein IBA Projekt der EKM

In der Michaeliskirche Neustadt am Rennsteig sind seit Sommer 2017 unerwartete Hybride aus geistlichen und weltlichen Nutzungen erlebbar. Direkt am Höhenwanderweg Rennsteig gelegen, können Radfahrer, Wanderer oder Pilger in der sogenannten ersten „Her(r)bergskirche“ nicht nur mit traumhaftem Blick in den Kirchenhimmel übernachten, sondern beispielsweise auch in der neu eingerichteten Dorfbibliothek stöbern, oder gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Filmabende und ausgiebige Abendessen genießen.

Mit der Quernutzung seiner Gemeindekirche setzt der kleine Ort ein starkes Statement: Durch die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen, kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist es gelungen konkrete Nutzungsperspektiven zu entwickeln, um den von Abwanderung geprägten ländlichen Raum zukunftsorientiert zu gestalten. Die beispielhafte Quernutzung trägt dabei nicht nur zur Instandhaltung einer historischen Bausubstanz bei, sondern zeigt darüber hinaus auch sozio-kulturelle Ansätze des Zusammenlebens für andere Gemeinden auf. Im Laufe der Jahre 2019/2020 soll das Projekt auf weitere Kirchengemeinden in der Region ausgedehnt werden.

Die Exkursion nach Neustadt am Rennsteig macht uns die erste offizielle Her(r)bergskirche des Thüringer Waldes erlebbar – inklusive Probeliegen und traumhaftem Blick in den Kirchenhimmel. Darüber hinaus berichten lokale Akteure über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem IBA Projekt.

Leitung: Horst Brettel, Hannes Langguth & weitere Akteure

Her(r)bergskirche Neustadt am Rennsteig, fotografiert im Juli 2018

Her(r)bergsbild aus Neustadt am Rennsteig, Foto © Rene Zieger, Berlin

C Exkursion zum IBA Projekt ‚Krobitz, St. Annen-Kapelle – Feuerorgel zieht an‘

Prozess Bürgerbeteiligung

Der international renommierte Künstler Carsten Nicolai hat eigens für die St. Annen-Kapelle aus dem 11. Jahrhundert eine skulpturale Arbeit entwickelt: ‚organ’ ist im weitesten Sinne ein Musikinstrument, das von frühen Entwürfen sogenannter Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert ist.

Das Kunstprojekt schafft einen starken Ort und verleiht der romanischen Kapelle, die einen Fixpunkt in der sanft anmutenden Landschaft im Saale-Orla-Kreis bildet, neue Strahlkraft. Die Kunstkapelle ist das erste realisierte Projekt im Rahmen des Ideenaufrufs ‚Querdenker für Thüringen 2017’, mit dem die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland nach innovativen Nutzungen für viele der leerstehenden Kirchen in Thüringen sucht.

Exkursionsleitung: Ulrike Rothe, Heike Henke, Frank Scholz und Jan David

24.06.2017 Krobitz: Eröffnung des Kunstprojekts „Organ“ von Carsten Nicolai in der St. Anna Kapelle in Krobitz. Das Kunstprojekt ist eine Kooperation der Internationale Bauausstellung Thüringen IBA und der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland EKM. Foto: Thomas Müller

Fotos: St. Annen Kapelle und Feuerorgel Krobitz, © Fotograf Thomas Müller, Bildrechte: Evangelische Kirche Mitteldeutschlands (EKM) und IBA Thüringen

D Exkursion Nikolai- und St. Georgenkirche in Eisenach

Nikolaikirche mit breitem Nutzungsspektrum

Die dreischiffige romanische Basilika mit Kapitellen, die aufgrund ihrer stilistischen Nähe zum Wartburgpalas, um 1160 datieren, wurde ab 2012 – 2018 umfänglich saniert. Seitdem steht der Kirchenraum für ein breites Spektrum an Veranstaltungen zur Verfügung, von Nagelkreuzgebeten bis zu Gemeindeversammlungen ist der entstandene Raum nutzbar.

St. Georgenkirche als Konzertkirche

Die dreischiffige Hallenkirche aus dem 16.Jh.,überformt und umgebaut von 1898-1902, wurde im Innenraum von 2012 – 2014 komplett saniert. Sie ist sowohl als Taufkirche von Johann Sebastian Bach bekannt als auch als Predigtstätte von Luther und heutzutage als Konzertkirche der Eisenacher Kirchengemeinde in ständiger Benutzung.

Leitung: Susann Hildebrandt

Nikolaikirche, Eisenach Vorher – nachher Bilder © Steinrestaurator S. Raecke,

Innenbild © Susann Hildebrandt

E Das Gemeindezentrum – Auslaufmodell oder Kirchbau mit Zukunft in einer säkularen Gesellschaft? – Fragen und Antworten an Beispielen im Erfurter Norden

1913, 1986, 2007 – Gründungsdaten von Gemeindezentren im Erfurter Norden, einem Wohngebiet für die damals armen Leute. Wir erleben das frühere Gemeindehaus der Luthergemeinde (1913), heute Herberge für die Erfurter Richtungsgemeinde checkpoint Jesus e.V. (CVJM). Wir schauen uns das evangelische Gemeindezentrum am Roten Berg in der Sulzer Siedlung an. Baubeginn war 1986 zu DDR-Zeiten. Kirche – der „andere“ öffentliche Ort in der damals modernen sozialistischen Stadt. Und wir besichtigen das Begegnungszentrum „anders“ des Jesus-Projektes im Plattenbaugebiet Roter Berg. 2007 wurde ein ehemaliger DDR-Konsum zu einem sozial-missionarischen Zentrum umgebaut. Niedrige Schwellen, Öffentlichkeit, Funktionalität und Sakralität – wie geht das architektonisch und liturgisch zusammen? Welche Zukunft hat diese Form des Kirchbaus?

Das Gemeindezentrum am Roten Berg – zeitgemäßer Kirchbau in den 80iger Jahren unter DDR-Bedingungen, geistliche Heimat seit 30 Jahren:

Fotos: © Franziska Gräfenhain

Lobpreisgottesdienst im Gemeindezentrum Gerberstraße – altes Haus und junges Leben:

Fotos: © CVJM Thüringen

Vom DDR-Konsum zum Haus für gemeinsames Leben, Arbeiten, Beten: Begegnungszentrum „anders“:

Fotos: © Jesus Projekt e.V. Erfurt

Exkursionsleitung: Dr. Matthias Rein

F Predigerkirche mit Kloster, Allerheiligenkirche, Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde, Cyriakkapelle, Erfurt

Die Predigerkirche ist eine der bedeutendsten erhaltenen Bettelordenkirchen und ein herausragendes Exemplar gotischer Sakralarchitektur. Heute dient sie einer lebendigen und großen Evangelischen Gemeinde als Zuhause. Sie ist das einzige im Orginalzustand erhaltene Gebäude aus der Lebensgeschichte von Meister Eckhart.

Die Allerheiligenkirche an der Marktstraße dient der katholischen Kirche heute als Columbarium.

Mit dem Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde besuchen wir ein Beispiel moderner freikirchlicher Kirchenarchitektur.

Die Cyriakkapelle ist ein besonders gut erhaltenes Beispiel des Notkirchenprogramms des Architekten Otto Bartning. Während der Exkursion wird dort auch die Ausstellung „Kirche(n) und Bauhaus – eine Spurensuche“, eine Kooperation der Predigergemeinde und der Otto
Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau (OBAK), zu sehen sein.

Predigerkirche, innen © Matthias F. Schmidt Cyriakkapelle, © Matthias F. Schmidt

Leitung: Pfarrer Dr. Holger Kaffka

G Dorfkirche Gelmeroda: Feininger- und Autobahnkirche, Mauritiuskirche in Niedergrunstedt

Die baugeschichtlichen Wurzeln der Kirche in Gelmeroda reichen zurück bis mindestens ins 14. Jahrhundert (Seccomalerei im Chorraum etc.). Über viele Jahrhunderte war sie eine kleine Dorfkirche, die immer wieder umgebaut wurde. Ende des 20. Jahrhunderts konnte sie vor dem vollständigen Verlust gerettet werden. Seit dem Jahr 1994 ist sie Autobahnkirche.

Der deutsch- amerikanische Bauhauskünstler Lyonel Feininger (1871 – 1956) machte die Kirche mit dem markanten Turm mit seinen Gemälden und Zeichnungen weltberühmt.

Im Inneren wurde die Kirche letztmalig im Jahr 2016 erneuert. Derzeit bemüht sich die Gemeinde um eine umfassende Außensanierung. Vor den Toren der Stadt Weimar gelegen begrüßt die Kirche Gelmeroda viele Gäste mit ihrer vielbeachteten Lichtskulptur, erschaffen im Kulturstadtjahr der Stadt Weimar 1999. Die Kirche liegt am Feiningerradweg.

Die Mauritiuskirche in Niedergrunstedt geht in ihrer heutigen Gestalt auf die Zeit Anfang des 18. Jahrhunderts zurück. Ihre baugeschichtlichen Wurzeln reichen allerdings bis weit zurück ins Mittelalter. Im Jahr 1317 wurde die Kirche mit einem Ablass (ausgestellt in Avignon) versehen. Um das Jahr 1727 gestaltete der Weimarer Hofmaler Johann Ernst Rentzsch d.J. (1693 – 1767) den Innenraum der Kirche mit einer wunderschönen Malerei (Emporen mit biblischen Geschichten, Decke) und einem markanten Pyramidenkanzelaltar. An der Kirche wird seit ca. zwanzig Jahren gebaut, in den Jahren 2017 bis 2019 erfolgt eine grundlegende Sanierung des Kirchturms. Später soll auch das Kirchenschiff entsprechend der vorhandenen Kräfte der Kirchengemeinde erneuert werden. Die Kirche liegt am Feiningerradweg im Weimarer Land. Lyonel Feininger (1871 – 1956) malte die Kirche mehrfach.

Exkursionsleitung: Pfarrer Joachim Neubert

Kirchen Gelmeroda (oben) Niedergrunstedt (unten) © Ev.-Luth. Kirchengemeindeverband Buchfart-Legefeld, Fotos: Robert Neuwirth

H Natur – „Bienen-Garten-Kirche Roldisleben“ Kirche St. Peter und Paul mit Sinnesgarten in Roldisleben, Rastenberg, IBA Kandidat der EKM

In und um die von hohen Linden beschattete Dorfkirche zu Roldisleben begegnet Ihnen das spannende Leben der Bienen. Spielend und forschend schärfen Sie Ihre Sinne, kommen ins Gespräch und werden sich der großen Verantwortung des Menschen für die schöne und zugleich sehr verletzliche Natur bewusst. In dem von Bienenwachs-Duft durchströmten Meditationsraum im Turm der Kirche können Sie zur Ruhe kommen und sich der geistlichen Dimension des Lebens sinnlich annähern. Inmitten zahlreicher Anpflanzungen biblischer oder christlich-kulturell bedeutsamer Gewächse sind Sie eingeladen, die Stille des Landes zu genießen oder bei einem Picknick mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Bienen-Garten-Kirche Kirche Roldisleben © Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM), IBA Thüringen, Fotograf: Thomas Müller

Exkursionsleitung: Pfarrer Andreas Simon

I Jugendkirche Mühlhausen, Stadt- und Kinderbibliothek, Theaterwerkstatt

Jugendkirche St. Martini Mühlhausen

Nach einem Vorgängerbau, vermutlich aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, wurde die Kirche 1358 das erste Mal urkundlich erwähnt. Bis 2007 wurde die Vorstadtkirche als Gottesdienstort der Kirchengemeinde genutzt. Gleichzeitig entstand in Mühlhausen das Projekt einer Jugendkirche: Jugendliche gestalten eigenverantwortlich Kirche, feiern miteinander Gottesdienst und treffen sich zu Seminaren und Workshops.

Gemeinsam mit einem Architekten wurde die Kirche bis 2011 nach den Ideen der Jugendlichen zu einem einladenden Ort umgebaut.

Eröffnung der Jugendkirche St. Martini Mühlhausen © Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) Foto: Elke Bergt, rechtes Foto: Innenraum St. Martini © Baureferat EKM

Kirche St. Jakobi Mühlhausen, Stadt- und Kinderbibliothek

Um 1280 wurde mit dem Bau der imposanten doppeltürmigen Jakobi-Kirche begonnen. Fertiggestellt wurde sie 1363. Nach der Reformation wurde die Kirche als Filialkirche der St. Marien-Kirche nur noch sporadisch genutzt. Von 1992 – 2004 wurde St. Jakobi umfassend saniert und zu einer modernen Bibliothek umgebaut. Seit 2004 befindet sich hier die Stadt- und Kinderbibliothek. Genutzt wird sie darüber hinaus als Ort für Vorträge und Kleinkunst.

Kirche St. Kiliani Mühlhausen, Theaterwerkstatt

Kirche St. Martini Mühlhausen, Bibliothek © Baureferat, Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM), rechtes Foto: Kirche St. Kiliani Mühlhausen, Theaterwerkstatt © Baureferat EKM

Die erstmalig 1287 erwähnte Kirche gehört zu den ältesten Kirchengründungen des Stadtgebietes. Die Kirche erlebte eine wechselvolle Geschichte. Seit 1972 diente sie als Ersatzteillager der PGH „Autoflott“. Nach 1989 blieb sie zunächst ungenutzt. Eine eigens gegründete Kiliani-Stiftung erwarb die Kirche und baute sie zu einer Theaterspielstätte um. Seit 2006 beherbergt sie die Theaterwerkstatt 3K – ein Kinder- und Jugendtheater.

Exkursionsleitung: Herr Andreas Piontek

J VIVENDIUM – Gesundheitskirche „St. Severi“ Blankenhain, IBA Kandidat der EKM &

Stadtkirche Bad Berka –Heilungsprozesse von Kriegswunden &

Dorfkirche Bergern von 1693 mit moderner Malerei – gelungen oder verfehlt?

Das Konzept VIVENDIUM widmet sich der Verbindung von Glaube und Gesundheit und erweitert die Funktion einer Kirche als Gottesraum mit bisher ungenutzten Raumpotentialen unter gesundheitlichen Aspekten. Sensible Maßnahmen sind dabei Ausdruck einer behutsamen Herangehensweise zum thematischen Wandlungsprozess. Bezüglich der Komplexität von Gesundheit in Körper, Geist und Seele wird das vielfältige Raumpotential (Sakristei, Chor, Turm, Empore etc.) als räumliches Therapeutikum im Rahmen von Seelsorge, Psychotherapie und Psychosomatik begriffen. Mit dem Ziel einer selbstverantwortlichen Gesundheitsförderung stehen die Themen „Gesundheit“ (weltlich) und „Heilung“ (geistlich) im Mittelpunkt und bieten eine neue räumlich-thematische Öffnung der Kirche „St. Severi“.

Abb.: © M. Buss / W. Kempf / G. Widiger

Exkursionsleitung Blankenhain: M. Buss, W. Kempf, G. Widiger

Stadtkirche Bad Berka – Heilungsprozesse von Kriegswunden

Die Ev.-Luth. Stadtkirche St. Marien zu Bad Berka wird sich zum Kirchbautag mit zwei Heilungs-Themen präsentieren:

In unserer Kirche befindet sich ein Relief (flämische Schnitzerei), das aus einer Kirche in Belgien stammt, die im 1. Weltkrieg zerstört wurde. Einer meiner Vorgänger, Pfr. Schleifenheimer, war in diesem Krieg Militärgeistlicher und hat das Kunstwerk mitgebracht und unserer Kirche zur Verfügung gestellt.

Da die Kirche in Belgien wieder aufgebaut wurde, versucht die Kirchgemeinde Bad Berka gerade eine Kopie des Kunstwerkes anfertigen zu lassen, um das Original zurückzugeben. Das zweite Thema ist die Umgestaltung unserer Kirche zu einer Deutschchristlichen Kirche in der Zeit der NS-Diktatur.

Mein Vorgänger, Rudolf Heubel war NSDAP-Mitglied und schrieb stolz an Bischof Sasse, dass 1934 die Umgestaltung abgeschlossen sei und er ihn um die Weihe bitte. Die Umgestaltung umfasste die Entfernung des hebräischen Gottesnamens vom Altar, das Aufhängen einer Hakenkreuzfahne hinter dem Altar und noch weitere Eingriffe. 2018 konnte der Gottesname wieder herstellt werden lassen und ein (bis dahin immer noch vorhandenes) Lüftungsgitter aus Hakenkreuzen ersetzt werden. Das Original wird einen Platz in der Ausstellung zum Entjudungsinstitut in Eisenach bekommen.

Exkursionsleitung Bad Berka : Pfarrer Ulrich Matthias Spengler

Dorfkirche Bergern von 1693 mit moderner Malerei – gelungen oder verfehlt?

Die Dorfkirche „Zum Kripplein Christi“ wurde nach dem dreißigjährigen Krieg von den verbliebenen fünf Dorfbewohnern auf den Grundmauern einer Stallanlage errichtet und 1696 geweiht. 2007 besuchte der irischstämmige amerikanische Maler und Friedensaktivist Matt Lamb die Kirche und malte diese 2008 deckenhoch aus. Seitdem haben mehr als 5000 Besucher die Kirche und das Kunstwerk in Bergern besichtigt. Das Besucherecho ist überwiegend positiv – kommen Sie selbst und bilden sich selbst Ihre Meinung. Wir freuen uns auf Sie!

Dorfkirche und Matt Lamb Kirche „Zum Kripplein Christi“ Bergern von außen (links) © Susanne Wellhöfer

und innen (rechts) © Prof. Klaus Nerlich

Exkursionsleitung Bergern: Susanne Wellhöfer, Klaus von der Weiden

K Erlebniskirchenburg Walldorf FÜR ALLE

… einander treffen und dabei einander auch entdecken, gemeinsam arbeiten, gemeinsam feiern. Wir gründen 2019 einen Verein, der die Erlebniskirchenburg im Team betreiben soll:

Ein ausbaufähiges Bäckerteam für den Holzbackofen gibt es bereits, doch wir suchen Verstärkung – auch dorfübergreifend – für: die Biotopkirche, das bald beginnende Kulturprogramm mit z. B. einer Kinoleinwand, das Gartenteam, die Kletterwand, die Radwegekirche, ab Gründung des Vereins auch für den Verein, … genauso für den Gemeindekirchenrat und noch sehr viel mehr!

Links: Walldorfer Kirchgarten © Heinrich Frhr. von Berlepsch, rechts: Walldorfer Dohle im neuen Kirchenfester von Julian Plodek. Dieser Vogel hat mit dem Kirchenwiederaufbau begonnen, als die Walldorferinnen und Walldorfer noch ihre Köpfe hängen ließen. Am zweiten Tag nach dem Brand flogen Dohlen mit frischen Zweigen in den Schnäbeln den Kirchturm an, um neue Nester zu Bauen – ihre alten waren in Flammen aufgegangen. Seither sind dieser Vögel Symbolträger für uns… wir ehren sie in einem unserer Fenster, um die Erinnerung wachzuhalten, nie aufzugeben und Vertrauen zu haben.

Exkursionsleitung: Wigbert Schorcht

L “Ein Fenster für St. Marien Bleicherode – Vom Scheitern zum Gelingen”

Das imposante gotische Ostgiebelfenster von St. Marien erstrahlt nach einem künstlerischen Wettbewerb mit neuer Glaskunst. Eine Herausforderung für alle Künstler, jahrhundertealte bauliche Gegebenheiten zu respektieren und trotzdem neu zu interpretieren. – Hier gelang es beeindruckend. Schon deshalb ist St. Marien Bleicherode eine Reise wert.

Kirche St. Marien Bleicherode außen und innen (vor dem neuen Fenster), © Elke Bergt/ EKM

Exkursionsleitung: Dr. Maletz, Sixtus Hermanns

M1 Netzwerkkirche Ellrich, IBA Kandidat der EKM &

Die Gründung der Stadtkirche St. Johannis geht auf das Jahr 1229 zurück, der heutige Bauzustand entstand um 1883 nach einem verheerenden Brand am 25.9.1860.

Während der DDR-Zeit bis 1989 zur Ruine verfallen, Wiederaufbau und Weihung der Kirche 2008, Thüringer Denkmalschutzpreis 2009.
Es erfolgten intensive Bemühungen um den Wiederaufbau der Türme, um der Stadt und der Region die besondere Prägung zurück zu geben. Eine Entwicklung der Kirche zur Netzwerk- bzw. Begegnungskirche ist im Rahmen des Querdenker-Projektes geplant.

Die Netzwerkkirche Ellrich liegt am Europäischen Grünen Band, dem ehemaligen Eisernen Vorhang, einem weltweit einzigartigem ökologischem Netzwerk durch Europa, welches heute Menschen und Natur verbindet und Symbol für einen friedlichen Wandel ist.

Installation in der Netzwerkkirche Ellrich © Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM), Foto: Elke Bergt

Exkursionsleitung: Frau Petra Schröder, Pfarrer i.R. Helmut Krause

M2 Jugendkirche“ Nordhausen: „Neuer Herzschlag in alter Kirche“

Am Anfang: Versteckt, verträumt, vergessen

Wie weiter?: Verkauf, Abriss, Verwahrlosung?

Idee: Glaubens-, Lern- und Lebensort für Jugendliche

Angekommen und Erleben: durch behutsame bauliche, architektonisch gekonnte Eingriffe und Erweiterungen entstand in einer mittelalterlichen Kirche ein Ort mit besonderem Flair…

nicht perfekt und mit Brüchen, so wie das Leben selbst, erfährt man die sakralen Räume,

nicht nur für Jugendliche gibt es hier Räume zum Lernen und Ausprobieren verschiedener Glaubensformen, findet Erlebnispädagogik ihren Raum; neben christlich geprägten Konzerten finden weltliche Konzerte und Theateraufführungen in kleinerem Rahmen statt, es gibt ein großes Interesse, Räume für private Veranstaltungen zu mieten

Fotos: © Evangelischen Kirchenkreis Südharz

Exkursionsleitung: Brunhilde Stolze

N Vom ungenutzten Kirchenschiff zur soziokulturellen Begegnungsstätte, IBA Kandidat der EKM

Nachdem vor 125 Jahren in Apolda die Lutherkirche gebaut worden war, wurde die Martinskirche nicht mehr benötigt und sollte zunächst abgerissen werden. Dazu kam es Gott sein Dank nicht. Stattdessen wurde das Kirchenschiff von der Apsis getrennt. Letztere wird bis heute als neuer Gottesdienstraum genutzt.

Das leere Kirchenschiff diente zwischenzeitlich als Museum, dann über Jahrzehnte als Kunstgutarchiv der ELKTh. Als dieses nach Eisenach verlegt wurde, stand das Kirchenschiff wieder leer.

Gleichzeitig musste das durch das Diakoniewerk Apolda gGmbH betriebene Sozialkaufhaus umziehen und sich in neue Räume einmieten. So entstand zunächst die Idee, das Kirchenschiff der Martinskirche als Sozialkaufhaus zu nutzen. Daraus entwickelte sich der Plan, das Kirchenschiff, das im Nachbargrundstück stehende Pfarrhaus und einen Neubau als soziokulturelles Zentrum im Herzen Apoldas auszubauen.

Exkursionsleitung: Pfarrer Th. M. Robscheit