x
   evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart 
Thomas Erne/Peter Schüz [Hg.] Der religiöse Charme der Kunst
Paderborn 2012

Kunst stiftet Transzendenzerfahrungen, Widerfahrnisse und Unterbrechungen des Alltags, die in der ästhetischen Immanenz bleiben. Hierbei befriedigt sie die religiöse Sehnsucht nach Weitung des endlichen Daseins und evoziert eine Stimmung zwischen Kunst und Religion, die sich als charmantes Bezauberungsverhältnis beschreiben lässt.

Dieser religiöse und ästhetische Charme ist es, der die Debatte um Kunst und Religion im 21. Jahrhundert in eine neue Runde führen soll. Die These von der Autonomie der Kunst hat sich zwar bewährt, aber eben diese Autonomie von Kunst und Religion hat zu einer neuen Attraktivität der Partner füreinander geführt. Es lohnt sich, die Debatten um Religion und Kunst heute noch einmal zu führen, nun jedoch nicht mehr unter dem Leitbegriff der Autonomie, sondern unter dem des Charmes, wobei Charme als eine rhetorische Kategorie verstanden wird, die auf Resonanzen zwischen Kunst und Religion zielt.

Die Herausgeber:

Thomas Erne, Prof. Dr. theol., ist seit 2007 Direktor des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart und Professor für Praktische Theologie an der Philipps-Universität Marburg.

Peter Schüz, Dipl. theol., ist seit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Philipps-Universität Marburg.

Mit Beiträgen von Martin Seel, Hubert Locher, Klaas Huizing, Johannes Stückelberger, Klaus Sachs-Hombach, Wilhelm Gräb, Monika Leisch-Kiesl, Gunter Scholtz, Jörg Lauster, Reinhard Hoeps, Wolfgang Ulrich, Markus Kleinert, Philipp Stoellger, Rein Wolfs und zwei Interviews mit Ben Willikens und Peter Zumthor.

Paderborn 2012. 328 Seiten, 50 s/w Abbildungen, 20 Grafiken von Susan Gildersleeve, kart. € 39,90 / sFr 50,50 ISBN 978-3-506-77185-8

im Verlag Ferdinand Schöningh.

Rezensionen