Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: WS 2003/04
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WS 2003/04
Seminare und Vorlesungen

KIRCHEN UMBAUEN - NEU NUTZEN - UMWIDMEN?

NAME DER LEHRENDEN: WISS. ASSISTENT DIPL.-THEOL. MATTHIAS LUDWIG

FACHGEBIET: Praktische Theologie, VL-Nr.: 05 084

VERANSTALTUNGSART: Seminar mit Exkursion

ORT: Am Plan 3, 2. Stock

ZEIT: Mittwoch: 11.00-13.00 Uhr

BEGINN: 29.10.2003

LEHR- UND ARBEITSFORMEN: Seminar mit Exkursion

ZIELSETZUNG DER LEHRENDEN: In diesem Seminar sollen Frage- und Problemstellungen um die künftige Erhaltung und Nutzung von Kirchengebäuden betrachtet und diskutiert werden.

VORGESEHENE THEMENBEREICHE: Rückläufige Mitgliederzahlen und sinkende Finanzmittel stellen immer öfter Erhalt und Unterhalt von Kirchengebäuden in Frage. Doch Kirchen sind weit über gemeindliche Grenzen hinaus in die Gesellschaft hineinragende Kulturträger und Identifikationsfaktoren. Daher gilt es, hier verantwortlich zu handeln und Alternativen zu entwickeln, die Erhalt und Unterhalt von Kirchengebäuden auf Zukunft hin sicherstellen.

Nach einer Einführung in die Problematik sollen aktuelle Beispiele und Modelle zukunftsweisender Nutzungsformen von Kirchengebäuden in ihrer konzeptionellen Grundlegung wie ihrer praktischen Umsetzung vorgestellt und diskutiert werden. Hierzu ist auch eine Tagesexkursion vorgesehen, die solche Ansätze vor Ort konkret vertiefen soll.

ZIELGRUPPE: Studierende der Theologie und der Kunstgeschichte, an der Fragestellung Interessierte.

MÖGLICHKEITEN DER EINFLUSSNAHME AUF INHALTE UND VERLAUF: Sind im Rahmen der Gesamtplanung gegeben.

ERWARTUNGEN AN DIE MITARBEIT DER STUDIERENDEN: Bereitschaft zur Diskussion und zur Übernahme von Referaten zu einzelnen Themenbereichen.

BEDINGUNGEN FÜR DIE VERGABE EINES BENOTETEN LEISTUNGSNACHWEISES: Referat oder Hausarbeit.

GRUNDLEGENDE LITERATUR: Kallmeyer, Lothar (Bearb.): Neues Leben in alten Mauern (Kunst und Kirche 63, 3), Darmstadt 2000. Kirschbaum, Juliane/Klein, Annegret (Bearb.): Nichts für die Ewigkeit? Kirchengebäude zwischen Wertschätzung und Altlast. Dokumentation der Tagung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz vom 5. bis 7. Oktober 2000 in Erfurt (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 63), Bonn 2001. Miermeister, Reinhard u.a.: Kirchen umbauen - neu nutzen - umwidmen, Bielefeld 2001. Matzig, Gerhard: Kirchen in Not. Über den profanen Umgang mit sakralen Denkmälern (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 56), Bonn 1997. Schwebel, Horst/Ludwig, Matthias (Hg.): Kirchen in der Stadt (Schriften des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart - A.1 und A.2), 2 Bände, Marburg/Lahn 1994 und 1996. Volp, Rainer (Hg.): Denkmal Kirche? Erbe. Zeichen. Vision. Die öffentliche Verantwortung für ein akut gefährdetes Kulturerbe. Analysen, Modelle und Dokumentationen zur künftigen Nutzung und Finanzierung, Darmstadt 1997.

DAS KREUZ IN DER KUNST - DEUTUNGEN UND TRANSFORMATIONEN

NAME DES LEHRENDEN: MARKUS ZINK

FACHGEBIET: Praktische Theologie/Religionsgeschichte /Medienwissenschaft VL-Nr.: 05085

VERANSTALTUNGSART: Seminar

ORT: Am Plan 3, 2. Stock

ZEIT: MO 16-18 (27. OKT., 3. NOV., 10. NOV) UND BLOCK (12.-16. JAN.)

BEGINN: 27. 10. 2003

LEHR- UND ARBEITSFORMEN: Durch Referate über Kreuze / Kreuzigungsdarstellungen im Werk einzelner Künstler oder in Kirchenräumen kann das Seminar individuell gestaltet werden. Kunstbeispiele werden mit dem Lehrenden abgesprochen. Die drei Montagssitzungen dienen der Einführung in das Thema mit Vortrag, Lektüre und Diskussion. Thematischer Schwerpunkt in diesem Teil: Varianten zeitgenössischer Kreuzesdarstellungen bildtheoretisch und theologisch untersuchen. Wie weit entsprechen sie dem "Wort vom Kreuz"; inwiefern lassen sie Einsichten zu, die sprachliches Denken überschreiten? Im Block (Sitzungstage: Mo / Mi / Fr je 4-stdg. genaue Termine werden noch verabredet) können einzeln erarbeitete Aufgaben vorgestellt und diskutiert werden.

ZIELSETZUNG DES LEHRENDEN: Am Beispiel des zentralen christlichen Themas "Kreuz" sollen Bilder als eigenständige Erkenntnisform und theologische Potenz wahrgenommen werden.

VORGESEHENE THEMENBEREICHE: 1) Das Kreuz in den Anfängen christlicher Kunst. 2) Kreuzigungsbilder im 20. Jahrhundert. 3) Aktuelle Tendenzen im künstlerischen Umgang mit dem Kreuz. 4) Unter welchen Bedingungen führen Kreuzesdarstellungen zum Streit? 5) Kreuz und Auferstehung - bildnerische Möglichkeiten und Grenzen. 6) Semiotisch: Das Kreuz als Emblem, als Zeichen oder als Symbol ? 7) Mit oder ohne Korpus - wo ist da der Unterschied? 8) optional: Das Kreuz der Frau - feministische Sichtweisen und Kunstbeispiele. 9) Themenvorschläge der Studierenden...

ZIELGRUPPE: Interessierte am Übergangsbereich zwischen (moderner) Kunst und Theologie. Studierende für kirchl. Examen, Religionspädagogik, Religionsgeschichte, Kunstgeschichte / christl. Archäologie.

ERWARTETE VORKENNTNISSE: Je nach Referat sind entsprechende Proseminare (Homiletik / Rel. Päd.) von Vorteil.

MÖGLICHKEITEN DER EINFLUSSNAHME AUF INHALTE UND VERLAUF: Vertieft wird das Seminar durch anwendungsbezogene Interpretationen. Das heißt: Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihr Referat als Vortrag / Bildpredigt / Unterrichtseinheit / journalistischen Essay / Kurzfilm / Psychotherapeutischen Einsatz u.f.m. auszuformen. Jedes Referat kann individuell verschieden zwischen Theologie und Kunstgeschichte gewichten. Damit ist besonders im Januar-Block ein hohes Maß an Einflussnahme auf Inhalt und Verlauf des Seminars gegeben.

ERWARTUNGEN AN DIE MITARBEIT DER STUDIERENDEN: Von den Studierenden werden erwartet: Fleiß, Fantasie und Experimentierfreudigkeit. Wer teilnimmt, sollte zu einem Einzelreferat bereit sein. Das erfordert je nach Ausführung 2 bis 10 Arbeitstage. Zwischen den Sitzungen wird Lektüre erwartet.

BEDINGUNGEN FÜR DIE VERGABE EINES BENOTETEN LEISTUNGSNACHWEISES: Schriftlich ausgearbeitetes Referat oder Hausarbeit. Ansonsten gelten die allg. Bestimmungen des Fachbereichs.

GRUNDLEGENDE LITERATUR: Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben (das Buch zum Seminar erscheint im September).



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