Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: 1.& 2. Marburger Sermon Slam 2010
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1.& 2. Marburger Sermon Slam 2010

SERMON-SLAM

 

  

Sermon - Slam

Am 15. Januar 2011 fand in der Alten Universität der Philipps-Universität Marburg die Neuauflage des bereits ein Jahr zuvor uraufgeführten Sermon-Slam statt.

Die Grundidee der Veranstaltung ist schnell erklärt:

Die Techniken des seit den 90er Jahren zunächst in den USA bekannt gewordenen Poetry-Slam sollen für die Anforderungen des Predigens fruchtbar gemacht werden.  Wie bereits im Jahr zuvor wurden hierzu die Marburger Poetry-Slam Größen Bo Wimmer und Temje Tesfu engagiert, die in einem zweitägigen Workshop mit den Teilnehmern/innen des Homiletikseminars von Prof. Dr. Erne  und WM Peter Schüz an ihrer Performance der biblischen Texte feilten. Die selbst geschriebenen Texte und Dichtungen, die auf die Bibelstellen Röm 8,38 und Mt 6,25 Bezug nahmen, wurden in einem Zeitfenster von max. fünf Minuten vorgetragen, wobei Papier, Stift und die eigene Stimme die einzigen zur Verfügung stehenden Werkzeuge waren.

Zunächst stellt sich aber die Frage, was nun der Ertrag einer solchen Verbindung von Predigtlehre und kreativer Textarbeit und Performancekunst ist? Dem folgt die Einsicht, dass dem Auftrag der Evangeliumsverkündigung mit den Mitteln eines klassischen Kirchenjargons allein nicht gerecht zu werden ist. Und auch die Seminarleitung schätzt die Chancen dieser Zusammenarbeit hoch ein:

"Mut und Humor, körperliche Präsenz und rhetorisches Geschick zwischen Konkretion und Abstraktion sind beim Sermon Slam in verdichteter Form (...) gefordert und können für die Kunst der Predigt unserer Tage kaum von Schaden sein." (P. Schüz: Sermon-Slam. Wort Gottes als Fünf-Minuten-Performance, in: PTh 2011/1)

Die Stimmung unter den knapp 100 Gästen, die keineswegs nur dem Dunstkreis des Fachbereichs entstammten, war denkbar erwartungsvoll. In Anbetracht der an diesem Abend durch die Juroren (die bei Betreten der Veranstaltung selbst noch nicht wussten, dass sie welche werden würden) vergebenen Punkte scheinen diese Erwartungen mehr als erfüllt worden zu sein: Mit der Höchstpunktzahl von 30 Punkten wurde Seminarteilnehmer Gregor Bloch für die beste Performance des Abends belohnt.

Die Veranstalter, der Fachbereich Ev. Theologie und die Universitätskirchengemeinde, zeigten sich zufrieden und sind zuversichtlich, dass dieses Jointventure nicht das letze Mal den Kreuzgang der Alten Uni zur Bühne der slam. theol. machte.



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