Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Newsletter Nr. 105
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Newsletter Nr. 105
Mai 2017

Lieber Leserin, lieber Leser,

im 105. Newsletter des Instituts für Kirchenbau und Kunst der Gegenwart  haben wir wie immer Veranstaltungen und Meldungen aus dem Schnittfeld von Kunst, Kirche, Architektur zusammengestellt.

Prinzipalstücke vom Künstlerduo Winter/Hörbelt stellen wir in der Rubrik "Künstler des Monats" vor, außerdem im "Architekturflash" eine neue Wegekapelle in Wittlich.

www.kirchenbau.info

Meldungen für den Juni-Newsletter  können Sie uns bis zum nächsten Redaktionsschluss am 28. Mai 2017 zusenden.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn später eingehende Meldungen nicht mehr berücksichtigt werden können, bzw. erst im folgenden Newsletter.

Mitteilungen aus dem Institut

Ausstellung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“

Exerzierhalle Wittenberg, 26. Mai -  5. September 2017

vorher 

                                                                 Die Wüstenrot Stiftung und das EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart laden herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 26. Mai 2017, 18 Uhr in die Exerzierhalle Wittenberg ein.

Die Wüstenrot Stiftung hatte in einem bundesweiten Wettbewerb beispielhafte Konzepte gesucht, mit denen die Zukunft von Kirchen als besondere Orte gesichert werden kann. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind in dieser Ausstellung zusammengefasst: 33 Beispiele dafür, wie Kirchen und Gemeindezentren als öffentliches Bekenntnis und sichtbarer Teil kultureller Identität erhalten werden können.

Joachim E. Schielke, Vorsitzender des Vorstands der Wüstenrot Stiftung

Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Präsident des Ev. Kirchbautages

Prof. Dr. Thomas Erne, Leiter des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart

Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, Vorsitzende der Jury des Wettbewerbs „Kirchengebäude und ihre Zukunft“

  nachher

(Christuskirche Bruchhof Sanddorf; Umbau durch Bayer-Uhrig Architekten, Kaiserslautern

 

 

 

 

NEU!

Thomas Erne, Hybride Räume der Transzendenz

2017, Ev. Verlagsanstalt Leipzig, 254 Seiten,  78 farb. Abb., Klappenbroschur, 34,00 EUR

ISBN 978-3-374-04832-8

Die religiöse Erfahrung der Transzendenz, die ein Gemeindemitglied in der Liturgie des Gottesdienstes erlebt, wird so überlagert von den ästhetischen Erfahrungen, die ein Besucher im Kirchenraum macht. Kirchen sind hybride Räume der Transzendenz. Es kann dort ein charmanter Übergang von ästhetischer zu religiöser Transzendenz stattfinden. Es kann aber auch ein Grenzkonflikt entstehen. Beides, Kontinuität und Diskontinuität, gleitende Übergange und harte Brüche, eröffnet eine Kirche, sofern es in ihr Transzendenz im Plural gibt als Ereignis der Kunst und als Ereignis der Liturgie. Für diese Erfahrung hybrider Formen der Transzendenz brauchen wir auch heute noch Kirchen.

Bestellen:

http://www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p4126_Hybride-Raeume-der-Transzendenz.html

Ausstellungen / Veranstaltungen

„KUNST ALS TOR ZUR FREIHEIT“

Seminartag in Wittenberg, 17. Juni 2017, 10:15 - 16:30 Uhr

An dem Seminartag soll Kunst und Kultur auf der Weltausstellung erkundet werden. In ausgewählten Veranstaltungen,  Impulsen und Gesprächen nähern wir uns künstlerischen Positionen zur Reformation und erleben einen Parcours der Kreativität. Ziele sind das Alte Gefängnis von Wittenberg mit der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“, das Panorama in Wittenberg - Zeit der Reformation von Yadegar Asisi in einem 360°-Panorama und der „Erlebnis-Raum Taufe“ der Ev. Landeskirche Hannovers. Referentinnen: Pastorin Dr. Simone Liedtke und Pastorin  Imke Schwarz. Anmeldung: kunst.kultur@kirchliche-dienste.de

DOCUMENTA 14

Christliches Bildungswerk die Hegge Willebadessen, 25. - 27. August 2017

Der Besuch der DOCUMENTA wird am Freitag auf der Hegge vorbereitet mit einem einleitenden Vortrag. Dann werden einzelne Kunstwerke der DOCUMENTA anhand von Bildmaterial besonders in Augenschein genommen und erläutert. Im Anschluss an den gemeinsamen Ausstellungsbesuch am Samstag sowie am Sonntag ist Gelegenheit zu intensiver Aussprache und kritischer Reflexion. (Mit Dr. phil. Habil. Iris Gniosdorsch, Frankfurt). http://die-hegge.de/event/documenta-14/

500 Kirchen 500 Ideen. Querdenker für Thüringen 2017

Kaufmannskirche Erfurt, 13. Mai 2017 - 19. November 2017

Die Ausstellung präsentiert in einer raumgreifenden Medieninstallation 500 Vorschläge und Ideen. Sie sind das Ergebnis des Ideenaufrufs ‚STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017’. Ein ‚Ideengenerator’ wird weitere Anregungen liefern. Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt, bestehend aus einem Kolloquium, drei Salongesprächen, fünf Touren und zwei internationalen Werkstätten. Aus der Fülle der Ideen sollen bis zu fünf IBA Kandidaten nominiert und bis zum IBA Finale 2023 baulich umgesetzt werden. (Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) mit der IBA Thüringen, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.) www.querdenker2017.de

Sündenbockbilder von Gilbert & George

St. Matthäuskirche Berlin, 20. Mai – 17. September 2017

Die Turner-Preisträger zeigen ausgewählte Bilder aus ihrer Serie scapegoating pictures. Zentrales Thema dieser „Sündenbock-Bilder“ sind religiöse und soziale Konflikte, Fundamentalismus, Terrorgefahr und das urbane Nebeneinander westlicher und muslimischer Werte. (Abb. Gilbert & George)

Sidival Fila

Kunst-Station St. Peter Köln, 6. Mai — 2. Juli 2017

Der Künstler Sidival Fila (*1962 Brasilien) arbeitet in einer abstrakten Bildtradition mit stofflichen Fragmenten und Textilmaterialen, inspiriert von der Arte Povera Bewegung.Die Arbeiten des Franziskanerpaters vermitteln Einfachheit wie Erhabenheit und wirken sowohl durch ihren Objektcharakter als auch durch die Stofffaltungen wie Erinnerungsspeicher.Für die Kölner Kirche Sankt Peter schafft Sidival Fila eine raumbezogene Installation. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Sie folgt einem Projekt aus dem Jahr 2016, an dem neben der Gregoriana und der Kunst-Station Sankt Peter Köln auch die zeitgenössische Sammlung der Vatikanischen Museen sowie die Universität Bonn beteiligt waren. (Abb. Plakat)

Michael Triegel. Logos und Bild

Museum der bildenden Künste Leipzig, 11. Mai -  6. August 2017

Im Zentrum der Ausstellung stehen elf kleinformatige Bilder auf Pergament, die Michael Triegel (*1968) zu ausgewählten Tischreden von Martin Luther gemalt hat. Der zweifelnde und suchende Mensch Luther steht im Fokus, nicht der Theologe und Reformator. Triegels Werke sind keine klassischen Illustrationen. Vielmehr werden die theologischen, politischen und privaten Äußerungen Luthers in symbolisch aufgeladene nahsichtig gezeigte Gegenstände transformiert. Ergänzend wird eine Auswahl von Gemälden Michael Triegels gezeigt, die sich mit der christlichen Ikonografie auseinandersetzen. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Reformationsjubiläum und zum Kirchentag auf dem Weg. (Abb. Michael Triegel, Tod und Auferstehung, 2016, Privatbesitz © VG-Bild Kunst, 2017)

Kraftfelder. Carl Lohse. Die Bilder 1919/21

Ernst-Barlach-Haus Hamburg, 2. Juli – 12. November 2017

In der Dresdner Galerie Neue Meister und im Museum Bautzen ist Carl Lohse dank bedeutender Sammlungskonvolute längst als Ausnahmeerscheinung der Moderne präsent. Der Hamburger Maler Carl Lohse (1895–1965) zählt zu den erstaunlichsten Querköpfen in der Kunst der Zwischenkriegszeit. Ein Künstler, der um 1920 binnen kürzester Zeit ein fulminantes OEuvre schafft, und dann seine Künstlerexistenz gegen ein Leben als Bankbote und Straßenbahnschaffner eintauscht. Von der Malerei Vincent van Goghs begeistert, mit dem Expressionismus von Brücke und Blauem Reiter vertraut, aufgeschlossen für die neuesten Spielarten von Kubismus, Futurismus und Konstruktivismus, malt er eindrückliche Figuren- und Landschaftsbilder, Industriedarstellungen, Stadtansichten und »kosmische« Kompositionen. Auch in monochromen Gips-Porträtköpfen wagt sich Lohse (als Bildhauer-Autodidakt) zu einer avantgardistischen Dynamisierung der Formen vor und übersetzt innere Spannungen in komplexe räumliche Gebilde. (Abb.           Carl Lohse: Kopf mit rotem Haar, 1919/21, Öl auf Pappe, 71 x 52 cm, Museum Bautzen © VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Foto: Jürgen Matschie)

Von wegen flach! Meisterwerke der Lithographie aus den Sammlungen der Stadt Offenbach am Main

Klingspor Museum und Stadtmuseum Offenbach, 4. Mai – 9. Juli 2017

Durch die Vielzahl der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten erfreute sich die Lithographie vor allem am Anfang des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Die Lithographie ist ein originalgraphisches Verfahren, das dem Künstler erlaubt, direkt auf den Stein in verschiedenen Techniken malerisch und zeichnerisch zu arbeiten. Einen Höhepunkt erlebte die Künstlerlithographie im französischen Malerbuch der 40er und 50er Jahre. Auch der Plakatdruck um die Jahrhundertwende bedient sich der Lithographie.  In Offenbach kommt das Drucken von der Steinplatte (Lithographie) im Jahr 1800, nach seiner Erfindung durch Alois Senefelder in München, erstmals kommerziell zur Anwendung. (Abb. Henri de Toulouse-Lautrec, Mlle Lender en buste, ©Simon Zirkunow)

Christoph Ruckhäberle. Volkskunst Fabrik

Städt. Galerie Delmenhorst, 19. Mai – 06. August 2017

Ganze Räume der Villa Coburg sind mit farbstarken, mittels Linolschnitt hergestellten Tapeten ausgekleidet. Auf seinen ornamentalen Tapeten positioniert der Künstler Malerei: aktuell entstandene Bilder, Lack auf Leinwand, ein Reigen von Figurationen, von Bildnissen und Akten. Christoph Ruckhäberle studierte Zeichentrickfilm am California Institute of the Arts und  Malerei an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Er ist Mitbetreiber des LURU-Kino auf dem Leipziger Spinnereigelände und gründete 2007 den Lubok Verlag für Künstlerbücher. (Abb. Christoph Ruckhäberle, o.T., 2015, Drucker: Thomas Siemon, Leipzig)

Mentales Gelb. Sonnenhöchststand

Lenbachhaus München,  6. Mai - 8. Oktober 2017

Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Doris und Hans-Gerd Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an den Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung reicht von monochromer Farbmalerei bis hin zu raumgreifenden Installationen. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert und ermöglicht so die sinnvolle Ergänzung auch der Museumsbestände. Die Sammlung KiCo unterstützt das Lenbachhaus ebenso wie das Kunstmuseum Bonn ganz maßgeblich dabei, ihre jeweils eigene Sammlungspolitik auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. (Abb. Maria Lassnig, Sanduhr, 2001)

moving is in every direction. Environments – Installationen – Narrative Räume

Hamburger Bahnhof Berlin, 17. März- 17. September 2017

Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der Installationskunst von den 1960er-Jahren bis heute nach mit dem Fokus auf erzählerischen Strukturen. Der bis in die Gegenwart geltende Begriff „Installation“ setzte sich als Bezeichnung für eine den gesamten Raum gestaltende künstlerische Arbeit durch, wobei die jüngste Künstlergeneration physischen und virtuellen Raum verbindet. Als „Narrative Räume“ eröffnen die aktuellen Entwicklungen der installativen Kunst utopische Entwürfe über das gesellschaftliche Zusammenleben. Historisch bewegt sich die Ausstellung von Allan Kaprows 1958 eingeführten „Environments“ über die „Situations“ von Dan Flavin oder Wolf Vostells „Räume“ der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu der in den 1980er-Jahren etablierten „Installation Art“. (Abb. Pipilotti Rist, Remake of the Weekend, 1998 © Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Staatliche Museen zu Berlin, Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection / Jan Windszus, Courtesy Pipilotti Rist, Hauser & Wirth and Luhring Augustine)

Freddie Michael Soethout. Luftstücke

LVR Museum Bonn, 11. Mai -16. Juli 2017

Objekte und großformatige Skulpturen des Kölner Künstlers aus Glas und Farbstoffen entstehen durch den Einschluss der Farbe in ein Bindemittel, wie etwa Silikon, und des Umkleidens dieses Bindemittels durch Glasplatten, raumgreifende Installationen in Form von Zylindern, Wellen, Röhren. In der Reihe „Szene Rheinland“ zeigt das LVR immer wieder zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, deren Positionen in ihrer Eigenständigkeit in die nationale  und oft auch internationale Kunstszene wirken. (Abb. Installation von Fredde Michael Soethout. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn)

Künstlerinnen im Dialog. Drei Tassen und eine japanische Puppe

Das verborgene Museum Berlin, 27. April - 6. August 2017

Die Ausstellung »Künstlerinnen im Dialog« findet zum dritten Mal statt und ist ein Ergebnis der Lebens-, Berufs- und Werkerzählungen vieler Künstlerinnen, die das Museum erstmals bekannt gemacht hat. Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei Werke aus den 1920er-Jahren: Das expressionistische »Stillleben mit japanischer Puppe« von Martel Schwichtenberg (1896–1945) und das konstruktivistische »Stillleben mit Tassen« von Lou Loeber (1894–1983). Schwichtenberg war jahrzehntelang  als Werbegrafikerin für die Firma Bahlsen beschäftigt. Für Lou Loeber wurde die Begegnung mit den Kollegen der de Stijl-Bewegung, Piet Mondrian und Gerrit Rietveld richtungsweisend. Die Ausstellung mit ca. 60 Gemälden, Fotografien, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen von 30 Künstlerinnen schließt mit zwei abstrakten Werken, die ihre Wirkung ganz aus der Verwendung von aufgeriebenem Blattgold beziehen: »Haut« (1961) der Norwegerin Anna-Eva Bergman (1909–1987) und das »Goldene Tuch« (2005) der Niederländerin Beppe Kessler (1952). (Abb.Lotte Laserstein,Liegendes Mädchen auf Blau, ca. 1931, Öl auf Papier, 69,5 x 93 cm, Privatbesitz)

Anita Albus

Kunsthalle Kiel, 20. Mai - 27. August 2017

Das künstlerische Schaffen von Anita Albus ist ein widerständiger Solitär in der Gegenwartskunst: Die Künstlerin bannt ihre Motive mit äußerster Präzision und Detailgenauigkeit auf der Basis selbst hergestellter Farben und mittels eines exakten, geschichteten Farbauftrags auf den Malgrund. Ihre Werke entstehen in monate˗ zum Teil jahrelangen Prozessen, deren Präzision nur vor dem Original und oft nur mit einer Lupe nachvollzogen werden kann. Niederländische Malerei – Miniaturen und Stillleben – beispielsweise von Jan van Eyck und Rogier van der Weyden hat Anita Albus in jeder Hinsicht auf das Genaueste studiert. Die künstlerischen Werke von Anita Albus stehen im engen Zusammenhang mit ihren natur- und kunsthistorischen Forschungen und Schriften. (Abb. Anita Albus, Waldrappe in Weltlandschaft, 1999-2001, Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen, 18 x 24 cm, © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert)

Tobias Pils. Untitled (Room) & Marfa Paintings

Josef Albers Museum Bottrop, 21. Mai - 3. September 2017

Tobias Pils (geb. 1971 in Linz) ist ein österreichischer Maler, dessen Arbeit in jüngerer Zeit zunehmend Anerkennung in Europa und den USA gefunden hat. Seine Bildsprache greift rudimentäre Elemente von Körperlichkeit auf. Die oft großformatigen Leinwände zeigen einen genuin malerischen Prozess, die Bildphänomene gehören ganz der Sphäre künstlerischer Form an. (Abb.Tobias Pils. Untitled (Room) & Marfa Paintings, 2016 , © Tobias Pils, Foto: Jorit Aust)

Tom Fecht. TiefenZeit

Museum DKM Duisburg, 5. Mai - 3. Dezember 2017

Tom Fecht (*1952) beschäftigt sich seit 2008 mit der Nachtfotografie.  Fecht gelingt es durch in jahrelangen Prozessen entwickelte Techniken, Naturereignisse aufzunehmen, die für das menschliche Auge kaum zu erfassen sind. n seinen Arbeiten treffen Empathie, Poesie und ein ungebrochenes Interesse an physikalischen Phänomenen im Ausloten der technischen Grenzen von analoger, digitaler und wissenschaftlicher Fotografie aufeinander. (Abb. Tom Fecht, ECLIPSE # 8031, 2014 (Print 2017), (C-print / Unikat 180 x 295 cm) © Tom Fecht, VG Bild-Kunst 2017, Courtesy: Museum DKM, Duisburg)

Jenny Michel. Fallen Gardens

Museum Wiesbaden, 24. März - 25. Juni 2017

Jenny Michel vereinigt in ihrer Arbeit Objekte, Zeichnungen, Fotografien, Texte und Sound zu komplexen Werkreihen. Den Arbeiten liegt ein Prozess des Übereinanderschichtens von Information zugrunde. Die Werke wachsen durch Anordnen, Collagieren und Decollagieren von Zeichen und Texten über einen Zeitraum von Jahren zu einer modulartig-labyrinthischen Gesamtstruktur zusammen. Jenny Michel studierte an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation und freie Kunst. Sie wurde 2010 mit dem HAP-Grieshaber-Preis ausgezeichnet und war 2008 EHF Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung. (Abb. Jenny Michel, Museum Wiesbaden)

Bill Viola. Installationen

Halle für aktuelle Kunst Hamburg, 2. Juni − 10. September 2017

Im Rahmen des Reformationsjubiläums zeigen die Deichtorhallen eine groß angelegte Ausstellung des amerikanischen Medienkünstlers. Bill Violas Werke beschäftigen sich mit den zentralen Themen des menschlichen Lebens. Sein Interesse gilt auch mystischen Traditionen, insbesondere denen des Christentums, des Zen-Buddhismus’ und des Islam, die den Körper als Medium für Grenzerfahrungen verstehen. Zuweilen ist die Ästhetik von Bill Violas Ultra-Slow-Motion-Werken auf bis zu 10 Meter hohen Projektionsflächen an die Ikonografie des Mittelalters oder der Renaissance angelehnt. (Abb. Bill Viola, Tristan's Ascension (The Sound of a Mountain Under a Waterfall) (Still/Detail), 2005 © Kira Perov, Courtesy of Bill Viola Studio)

Thomas Struth: Figure Ground

Haus der Kunst München,  5.Mai -  17.September 2017

Die Übersichtsausstellung präsentiert eine Auswahl seiner Werkgruppen unter dem Aspekt des sozialen Interesses, das die Entwicklung seines künstlerischen Werks durchzieht. Eine zusätzliche Form des Zugangs bieten die frühen Arbeiten aus dem Archiv des Künstlers, die er im Rahmen der Beschäftigung mit den Themen recherchiert und gesammelt hat. Zusammen mit den Kunstwerken wird deutlich, welche langfristig verfolgten Interessen hinter seiner Arbeit stehen und welche künstlerische Übersetzungsarbeit bis zur Vollendung des Bildes geleistet wurde. In der mit über 130 Werken bislang umfangreichsten Ausstellung werden Werkgruppen wie „Unbewusste Orte“, „Portraits“, „Museumsbilder“, „Paradise“ und „Audiences“ in einen Dialog gesetzt mit speziell entwickelten Arbeiten wie „Löwenzahnzimmer“, einer für das Spital am Lindberg nahe Winterthur entstandene Arbeit für die Krankenzimmer, außerdem zwei in Kooperation entstandene Videoarbeiten sowie neue Fotografien aus der jüngsten Werkgruppe „Nature & Politics“. (Abb. National Gallery 1, London 1989. © Thomas Struth)

Adrián Villar Rojas. The Theater of Disappearance

Kunsthaus Bregenz, 13. Mai - 27. August 2017

Für das Kunsthaus entwarf der Künstler einen vierteiligen Zyklus, eine Passage durch die Geschichte der menschlichen Kultur von ihrer Entstehung (Erdgeschoss) bis zu ihrer fragwürdigen Apotheose (3. Obergeschoss). Adrián Villar Rojas verwandelt das Kunsthaus Bregenz in einen Betonbunker, in dem die Kunstgegenstände letztlich gerettet werden. Villar Rojas schafft fantastische Landschaften, die assoziativ in die Tiefen der Evolution hinabtauchen. Er denkt in erdgeschichtlichen Zeitaltern, Urgeschichte und fernste Zukunft werden in seinen düsteren Raumbildern einander ähnlich. (Abb.Adrián Villar Rojas, The Theater of Disappearance, 2017, Ausstellungsansicht 1. OG, Kunsthaus Bregenz, Foto: Jörg Baumann, Courtesy of Adrián Villar Rojas, Marian Goodman Gallery, New York, Paris, London und kurimanzutto, Mexiko-Stadt © Adrián Villar Rojas, Kunsthaus Bregenz)

Inka - Gold. Macht. Gott

Völklinger Hütte Völklingen, 6. Mai – 26. November 2017

Für die Inka waren es "Perlen der Sonne", die Spanier sahen nur den materiellen Wert. Der Mythos des Inka-Goldes hat in dieser Unversöhnlichkeit zweier Wertesysteme ihren Ursprung. Der Kern-Bestand der Exponate stammt aus dem Larco Museum, Lima und Cusco, das die größte Privatsammlung altperuanischer Kunst weltweit besitzt. Einzigartige Exponate des Musée des Jacobins, Auch (F), des Weltmuseums Wien und des Roemer- und Pelizaeus- Museums, Hildesheim, vervollständigen die Ausstellung. (Abb. Goldener Kopfschmuck mit Raubkatze, Schnabel und Vogelfedern, Vor-Inka Chimú-Kultur, 1.100 bis 1.470 n. Chr., Gold (Gold-Kupfer-Silber-Legierung), Höhe 25 cm, Larco Museum Peru, © Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel)    

 

Vermischtes

Die EKHN vergab 2017 erstmals den Kunstpreis "kunstinitiative". Aus etwa 20 eingeladenen jungen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wurden von einer unabhängigen Jury drei ausgewählt, ihren Projektentwurf in drei Kirchen in Darmstadt zu realisieren: Daniela Kneip Velescu – Michaelskirche Darmstadt; Georg Lutz – Martinskirche Darmstadt; Lisa Weber – Stadtkirche Darmstadt. Die Werke sind noch bis zum 23. Juni 2017 zu sehen. (Abb. Power Point, Daniela Kneip Velescu schuf Sitzbezüge mit Steckdosenmotiv für die Michaelskirche, Foto: EKHN/Rahn)

Der Architekt Peter Zumthor erhält den großen BDA Preis 2017.  Vor allem der Therme Vals, dem Kunsthaus Bregenz und dem Kölner Diözesanmuseum Kolumba verdankt er diese Würdigung. 2009 hatte er schon den Pritzker-Preis erhalten. Der BDA-Preis wird am 1. Juli 2017 im Rahmen des 13. BDA-Tags im LWL-Museum in Münster verliehen. Zu diesem Anlass erscheint auch eine Festschrift mit Porträts der drei herausgehobenen Bauten sowie einem Interview mit Peter Zumthor.

Das Projekt »Lachender Kirchturm« der Nicolaikirche Bielefeld wurde mit einem »Osterlach- Gottesdienst« eröffnet. Bis zum »Weltlachtag am 7. Mai lachte der Turm durch eine Klanginstallation täglich zwischen 10 und 18 Uhr zu jeder Viertelstunde. Das Lachen am Kirchturm ist eine Klanginstallation der Frankfurter Künstlerinnen Carolyn Krüger und Brigitte Kottwitz. Die Schirmherrschaft hatten der Kabarettist und Moderator Eckart von Hirschhausen und Michael Berger von der »Humorkirche« Wiesbaden übernommen.

Die äußere Gestalt der neuen Orgel von St. Martin in Kassel stammt vom norwegischen Künstler Yngve Holen. Die Orgel wurde speziell für die Erfordernisse Neuer Musik konzipiert, die in Klang, Harmonik und Melodik mit alten Traditionen bricht. Unter anderem hat sie ein Vierteltonklavier. Um den Ton lebendig und individuell zu gestalten, kann der Winddruck abgesenkt oder erhöht werden. Dies geschieht mittels Gewichten über den ledernen Magazinbälgen, in denen die Luft für den Orgelton vorgehalten wird. Neu ist die Möglichkeit, den Winddruck für jedes der vier Manuale und das Pedal der Orgel unabhängig voneinander zu variieren - so entstehen ganz neue Klangschattierungen. Als Ort, an dem zeitgenössische Musik gepflegt wird, hat die Kasseler Martinskirche überregionale Bedeutung. Das Festival »Neue Musik in der Kirche« pflegt seit mehr als 40 Jahren den Austausch zwischen Komponisten, Interpreten und Theologen. An die Eröffnung an Pfingsten schließt sich in Kassel ein Festival mit mehr als 150 Veranstaltungen an. Eigens für das Instrument komponierte Werke erklingen in Gottesdiensten und Konzerten, berühmte Virtuosen geben sich ein Stelldichein. Während der documenta 14 wird das Instrument täglich mehrmals zu hören sein.

Vom 7. Mai bis 31. Oktober zeigt die Ausstellung „Hier Brenz!Feuer und Flamme für Reformation“ Skulpturen von zeitgenössischen KünstlerInnen. Johannes Brenz war ein wichtiger Reformator im Süden Deutschlands und einer der ersten Lutherschüler. Geist des Aufbruchs, Erneuerung aus dem Rückbezug, Fanal der Freiheit... dies gibt den Assoziationsrahmen für die künstlerischen Positionen des Skulpturenwegs, den die Evangelische Kirchengemeinde initiiert hat. 2017 kann man den Skulpturenweg abgehen.

Die weißensee kunsthochschule berlin kündigt ihren Rundgang – Tage der offenen Tür für das Wochenende 22. und 23. Juli 2017 (jeweils von 12–20 Uhr) an (Bühringstraße 20). Besucher treffen auf eine Präsentation von Arbeiten der Studenten der Fachgebiete Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild, Malerei, Mode-Design, Produkt-Design, Raumstrategien, Textil- und Flächen-Design, Visuelle Kommunikation und Künstlerische Grundlagen sowie dem Masterstudiengang Raumstrategien aus dem Studienjahr 2016/17. 

Seit ihrer Gründung 1970 ist die Art Basel (15.–18. Juni 2017) zur „wichtigste Weltmesse des internationalen Kunstmarktes“ avanciert. Die 300 Teilnehmer gelten als Trendsetter und Global Player des Kunstbetriebs, wer hier vom Zulassungsausschuss akzeptiert wird, hat als Galerist einen Ritterschlag bekommen. Für ihre „Art Basel Cities initiative“ haben die Veranstalter in diesem Jahr Buenos Aires als erste Partnerstadt des neuen Programms gewählt. Ende 2017 will man dort diverse Events ausrichten. Derweil hofft man sich für die Basler Veranstaltung im Juni Synergieeffekte durch die anderen europäischen Großveranstaltungen: Da in Kassel die Documenta fünf Tage vor der Art Basel eröffnet wird und am gleichen Tag auch die Skulptur Projekte Münster (10. Juni 2017), dürften vor allem viele Kunstfreunde aus Übersee die Anreise zur Messe mit dem Besuch dieser beiden Veranstaltungen kombinieren und dann vielleicht nach Venedig zur Biennale weiter reisen. www.artbasel.com

 Ingvild Goetz wurde von der Konrad Adenauer-Stiftung als „herausragende Sammlerin und emphatische Vermittlerin zeitgenössischer Kunst ebenso wie als beispielhafte Mäzenin“ geehrt. Dabei ging es nicht nur um die Schenkung ihrer privaten Kunstsammlung, sondern auch um ihr soziales Engagement, „sei es für die Unterstützung von Asylbewerbern oder für Menschen mit Essstörungen, sei es für die Ausbildung junger Mönche in Nepal oder für die Errichtung von Schulen in Mali.“ 

Die US-Künstlerin Carolee Schneemann wird von der Biennale in Venedig mit dem diesjährigen Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Schneemann gilt als Pionierin der feministischen Performance in den frühen 1960er Jahren und als Mitbegründerin der Body Art.

A.R. Penck starb mit 77 Jahren in Zürich. A. R. Penck alias Ralf Winkler wurde am 5. Oktober 1939 in Dresden geboren. Am 3. August 1980 wurde er ausgebürgert und zog in den Westen nach Kerpen bei Köln. Penck gilt als Vater der "Neuen Wilden".

Die Gerda und Kuno Pieroth Stiftung richtet vom 6. Mai bis 8. Oktober 2017 die Skulpturen-Triennale Bingen aus. Nach den Themen der vergangenen Ausstellungen „Schönheit und Natur“ und „Mensch und Maschine“ widmen sich in diesem Jahr rund 20 künstlerische Positionen entlang des Rheinufers unter dem Thema „Nah und fern“. (Abb. Rebecca Raue, Ankommen und ablegen, 2016, Klappboote ohne Boden aus weiß lackierten MDF-Platten, Klavierscharnieren und Holzlatten, je 50 x 200 cm, Foto: David von Becker)

Mit einer mobilen Lichtkirche fährt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf die Weltausstellung Reformation in Wittenberg. In dem transportablen Gotteshaus finden Konzerte, Diskussionen und Gottesdienste statt. Die 13 Meter lange und acht Meter hohe Lichtkirche besteht aus Plexiglas und Holz. In der Lichtkirche gibt es eine Kircheneintritts-Stelle und die Möglichkeit für Hochzeiten und Taufen. Am 23. Juli um 18 Uhr wird hier eine neu erstellte Videoarbeit von Benjamin Zuber mit einer Andacht kombiniert, die Prof. Dr. Thomas Erne gestalten wird.(Abb.Das Gerüst der Lichtkirche steht schon in Wittenberg, Foto: EKHN/Matz)

PAErsche verbindet als Netzwerk unterschiedlichste Performance-KünstlerInnen. Das Zentrum dieses ›Open Source Netzwerks‹ befindet sich in Köln. Das Spektrum der Auftrittsorte reicht von Museen, Galerien und Theatern über den öffentlichen, urbanen, wie auch ländlichen Raum. PAErsche bietet eine Plattform für internationale Performance KünstlerInnen, die von PAErsche eingeladen werden oder sich aufgrund anderer Projekte in Europa aufhalten.  Dadurch entwickelt sich PAErsche immer mehr als Knotenpunkt für die internationale Performance-Kunst-Szene in Deutschland. Die Performance-Konferenz „paersche-Lab17“ findet vom 9. – 16. Juli 2017 im Kulturbunker Köln-Mühlheim statt. www.paersche.org

Der in Berlin ansässige Architekt Diébedo Francis Kéré gestaltet den Serpentine-Pavillon 2017 in London. Er wurde in Burkina Faso geboren und studierte in Berlin. Durch das Operndorf in Burkina Faso, das er für  Christoph Schlingensief baute, wurde der Architekt bekannt. Der  runde Serpentine-Pavillon hat weit auskragendes Holzdach und einen kleinen Hof in der Pavillonmitte. (Abb. ©Kéré Architecture)

Die Kunststiftung Baden-Württemberg hat in diesem Jahr 20 Stipendien in einer Gesamthöhe von 198.000 Euro in den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Literatur, Darstellende Kunst und Kulturmanagement vergeben. Aus 334 Bewerbungen haben unabhängige Fachjurys 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten für das Jahr 2017 ausgewählt. Im Bereich bildende Kunst dürfen sich über ein Stipendium freuen: Mathis Bauer (*1986 in Saarbrücken, lebt und arbeitet in Karlsruhe), Anna Gohmert (*1983 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Stuttgart), Frieder Haller (*1987 in Freiburg, lebt und arbeitet in Berlin), Birte Kaufmann (*1981 in Leonberg, lebt und arbeitet in Köln), Barbis Ruder (*1984 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Wien), Lene Ricarda Vollhardt (*1984 in New York, USA, lebt und arbeitet in Karlsruhe) sowie Erik Sturm (*1982 in Rudolstadt, lebt und arbeitet in Stuttgart).

Bis zum 30. Juni 2017 sind Einreichungen für einen Offenen Kunst-am-Bau-Wettbewerb am Berliner Schloss (Humboldt Forum) möglich." Im Rahmen der Baumaßnahme Humboldt Forum im Berliner Schloss sollen für den Kunststandort, der die beiden zweigeschossigen Treppenhäuser über den Portalen 1 und 5 umfasst, Konzepte für Kunst am Bau entwickelt werden. Es kommen Installationen im Luftraum oder die künstlerische Gestaltung von Wandflächen in Betracht. Teilnahmeberechtigt sind Profi-Künstler. Download Info: www.bbr.bund.de/BBR/DE/WettbewerbeAusschreibungen/Kunstwettbewerbe/Ablage_LaufWettbewerbe/Ablage_2016/Humboldt_Forum/Unterlagen/Unterlagen_Inhalt.html

Jan St. Werner hat zum Sommersemester 2017 die Professur für Interaktive Medien an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg angetreten. Innerhalb der bildenden Kunst wird dem Bereich Sound erstmalig eine eigene Projektklasse gewidmet.

Vom 8. bis 10. September 2017 feiert die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ihre Landeskirchenmusiktage in Marburg. Es werden mehr als 1.000 Musizierende in der Stadt erwartet, Anmeldungen sind ab sofort möglich. Geplant sind unter anderem ein Wandel-Gottesdienst durch die Stadt, Workshops, in denen die Musiker neue Lieder erproben, Chorauftritte mitten in der Stadt, gemeinsames Singen auf dem Marktplatz, Konzerte.



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