Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Newsletter Nr. 49
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Newsletter Nr. 49
Dezember 2011

Guten Tag und herzlich willkommen !

nachstehend erhalten Sie den 49.  Newsletter des Instituts für Kirchenbau und Kunst der Gegenwart. Wir haben Informationen zusammengestellt, die wir anregend finden und die für die Arbeit im Schnittfeld von Kunst, Kirche, Architektur und den angrenzenden Bereichen nützlich sein können. Unsere Auswahl ist  subjektiv und, bei der Fülle der Angebote, begrenzt. Sollten Sie etwas vermissen oder eine Ankündigung für wichtig halten, laden wir Sie ein, uns Ihre Meldung, etwa über Vorträge, Tagungen, Publikationen oder neue architektonische oder künstlerischen Projekte per Mail oder auch per Fax zu senden, so dass wir sie einbeziehen können. Auch Ihre Meinung interessiert uns - ...wir bedanken uns für Ihre Mitarbeit und Ihr Interesse!

Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter: 15. Januar 2012

Mitteilungen aus dem Institut

 Ausstellung

Verwandlungen zwischen Küche und Altar -  Bilder und Skulpturen von Gabi Erne in den Räumen des Instituts für Kirchenbau.

Ausstellungsdauer: 15. Januar – 4. März 2012

Zur Eröffnung der Ausstellung findet im Sonntagsgottesdienst am 15. Januar 2012, 10.00 Uhr in der Universitätskirche Marburg in der Reihe Liturgy Specific Art die Performance geben und nehmen mit Gabi Erne statt. Predigen wird Prof. Dr. Thomas Erne.

Ausstellungen /Veranstaltungen

Chto Delat? – Das Lehrstück vom Un- Einverständnis

Kunsthalle Baden-Baden, bis 12. Februar 2012

Die Frage, die übersetzt „Was tun?“ bedeutet und ursprünglich von dem russischen Autor Tschernyschewski stammt, ist der Name eines 2003 in St. Petersburg gegründeten Kollektivs aus Künstlern, Kritikern, Philosophen und Schriftstellern. Sie nehmen weltweit an Ausstellungen und Kongressen teil oder veranstalten 48-Stunden-Seminare, bei denen die Teilnehmer zusammen essen, schlafen und diskutieren. Der Name ist nicht zufällig gewählt, sondern Programm. Im Zentrum der Aktivitäten des Kollektivs steht der Versuch, das politische Klima in Russland in den letzten zwanzig Jahren kritisch zu hinterfragen. Für die Ausstellung haben „Chto Delat?“ vier Singspiele, die aufwendig mit Sängern, Schauspielern und Musikern produziert wurden, in eine speziell entwickelte Ausstellungsarchitektur integriert. Dort werden sie zusammen mit Wandgemälden zur Perestroika, politischen Fahnen und Installationen über die russische Seele gezeigt. Seit ihrer Gründung ist es der Gruppe gelungen, eine ganz eigene ästhetische Sprache zu entwickeln, in der sich klassische Elemente politischer Propaganda ebenso widerspiegeln wie Bertolt Brechts Lehrstücke aus den 1920er Jahren. Abb. Chto Delat?, Perestroika Songspiel, 2008

Heimatkunde

Jüdisches Museum Berlin, bis 29. Januar 2012

30 Künstler blicken auf Deutschland und  thematisieren zentrale Aspekte ihrer Wahrnehmungen in und von Deutschland. Heimat ist ein emotionaler Begriff, der sehr vieles bedeuten kann: Geburtsort, Herkunftsland, Nation, Sprache, Religion. Vertrautheit, unumstrittene Zugehörigkeit, aber auch das Recht zu jammern und zu klagen sind die Komponenten, die das »zu Hause« definieren. Heimatgefühl und Nationalbewusstsein sind nicht zwangsläufig identisch; die nationale Erzählung geht weit über die Intimität mit der unmittelbaren Umgebung hinaus. Die Ausstellung fragt, wie diese Gesellschaft nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dem Eingeständnis Deutschlands, ein Staat mit heterogener Bevölkerung zu sein, Heimat definiert.

Lichtgefüge - Das Das Licht im Zeitalter von Rembrandt und Vermeer

Museum Schloss Wilhelmshöhe, bis 26. Februar 2012

In Kooperation mit der Berliner Forschungsgruppe „Historische Lichtgefüge“ untersucht die Ausstellung die unterschiedlichen Aspekte der Lichtmalerei des 17. Jahrhunderts anhand von Gemälden, Graphiken und optischen Geräten, auch mit Blick auf die zeitgenössischen naturwissenschaftlichen Traktate. Den Ausgangspunkt bildet die Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts und die fundamentalen Neuerungen durch Caravaggio. Nördlich der Alpen wurden diese unter anderem von Utrechter Künstlern wie Gerard van Honthorst aufgegriffen und weiterentwickelt.  Die Ausstellung widmet sich verschiedenen Gattungen, die die Vielfalt und Bandbreite der niederländischen Lichtmalerei vor Augen führen. Von Tag- und Nachtlandschaften, Interieurdarstellungen und der Bildnismalerei führt der Weg über Rubens zu Rembrandt und Vermeer. Mit diesen Künstlern wird ein Höhepunkt der holländischen Helldunkelmalerei erreicht, die vor dem Hintergrund zeitgenössischer Wissenschaftstheorien genauer betrachtet wird. Dabei sollen die Parallelen zwischen Rembrandts oder Vermeers Lichtbehandlung und Descartes’ Ausführungen zum Licht nachgezeichnet werden. Die malerischen Techniken der minutiösen Abschattungen und scharfen Kontrastsetzungen erscheinen aus dem Blickwinkel der barocken Naturphilosophie neu, die sich über die Fortpflanzung des Lichts genauso Gedanken macht wie über die Entstehung der Farben. Künstlerische Arbeiten der Gegenwart ergänzen die Ausstellung. Abb. Matthias Stom, die nächtliche Begegnung von Christus und Nikodemus, Hess. Landesmuseum Darmstadt

Vor dem Gesetz

Museum Ludwig Köln, 17. Dezember 2011 – 22. April 2012

Verletzungen der Menschenwürde können weltweit tagtäglich zu Millionen aufgezeigt werden, uns ist es jederzeit möglich von Ungerechtigkeiten zu erfahren oder sie durch verschiedenste Medien zu bezeugen. Wie kann die bildende Kunst diese universelle Problematik thematisieren ohne illustrativ zu werden? Die Ausstellung vereint figurative Skulpturen der 1950er Jahre mit raumgreifenden Beiträgen zeitgenössischer Künstler, in denen die universelle Problematik von Recht im Verhältnis zur Wahrung menschlicher Würde verortet wird. Die Ausstellung spannt so einen Bogen über die letzten sechzig Jahre. Ein Anliegen dieser Ausstellung ist es, über den historischen Kontext unseren Blick für das humanistische Potential von Gegenwartskunst zu schärfen. Die Ausstellung ist die Auseinandersetzung mit einer Kunst, die mit Ernsthaftigkeit auf der Kategorie des Menschlichen insistiert.

„Zeit zu handeln!“

Kunsthalle Krems, bis 19. Februar 2012

Die Ausstellung versammelt Werke von 43 KünstlerInnen aus den späten 1960er Jahren bis heute, die aus der Perspektive des politischen Handelns unterschiedliche Formen der künstlerischen Praxis zeigen. Ausgangspunkt ist der Künstler als politischer Akteur, der mit den Mitteln der Recherche, der Partizipation, des Performativen und der Aneignung sein Handeln analysiert. Die Arbeiten regen zur Diskussion über zukunftsorientierte Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und soziale Verantwortung an. Abb. Gilbert & George, See, 1987

I ♥ ALDI

Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen , bis 4. März 2012

"Discount" und "billig" als Schlagworte der "aldisierten" Gesellschaft - 38 Künstlerinnen und Künstler präsentieren dazu ihre Positionen in fünf Kapiteln: Verpackung, Konsum, Inhalt, Kunst und Gesellschaft.  Es geht dabei nicht um die Marke ALDI, sondern um das System, das in dieser Marke Kultstatus erreicht hat. Für einen großen Bevölkerungsanteil steht das Prinzip "billig" an oberster Stelle. Als Gegenmodell zum Luxus-Markenfetischismus hat die "Aldisierung" alle Einkommens- und Bildungsschichten erreicht und mit dem Billig-Virus infiziert. Das System "Discount" tritt  durch eine spezifische Ästhetik in Erscheinung, die sich in der uniformen scheunenartigen Architektur der Filialen ebenso manifestiert wie in der schnörkellos-simplen Warenpräsentation, dem Verpackungsdesign der Billigware und nicht zuletzt auch im Marken-Logo, das bei ALDI, Lidl, Penny oder auch bei Ikea aus dem Formenvokabular der konkreten Kunst aus den 70er Jahren stammt. Die berühmte ALDI-Nord-Tüte, die bis heute produziert wird, entwarf Günter Fruhtrunk 1970. Abb. Iskender Yediler, ALDIPLUSLIDL, 1998, Einkaufstüten geklebt, Fön, 260cm x 230cm x 45cm, Sammlung Heidrun und Axel Zwach, Foto: Iskender Yediler © VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Waldeslust

Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall, bis 15. April 2012

Um die ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Bedeutung des Waldes zu würdigen, erklärte die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder. Die künstlerischen Darstellungen des Waldes spiegeln im Laufe der Jahrhunderte sowohl das von radikalen Wandlungen als auch das von modebedingten Schwankungen unterworfene Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt deutlich wieder. In keinem modernen Land der Welt scheint das Waldgefühl so lebendig geblieben zu sein, wie in Deutschland. Und wenn der Wald mittlerweile auch als Auffanglager von Trivialität begegnet, in dem die Übergänge von Idylle, Banalität, Mythos und Kitsch fließend sind, so bleibt er als Folie für subjektive Weltschau doch weiterhin ein wichtiges und beliebtes Experimentierfeld der Kunst. Mit rund 100 Positionen zum Wald aus der Sammlung Würth (von Cranach bis Hockney) folgt die Ausstellung den sich immer wieder neu erfindenden künstlerischen Behauptungen zum Mythos Wald. Abb. Markus Lüpertz, Baumstamm mit weißem Segel

Fine Line? - Eine zeitgenössische Betrachtung der Zeichnung

KIT (Kunst im Tunnel) Düsseldorf, bis 22.01.2012

Schnell, klassisch und genial einfach: die Zeichnung ist eine Linie auf Papier, ist Skizze, Studie, Plan oder Porträt. Längst ist die Zeichnung eigenständiges Kunstwerk und Sammlerobjekt, sie geht über das „Blatt“ hinaus und in den Raum hinein, Wand und Boden werden zu ihren Trägern, junge Künstler bringen Farbe ins Spiel und nutzen beim Zeichnen alle technischen Möglichkeiten. Trotz neuer Dimensionen: geblieben ist der Zeichnung ihre Bedeutung als unmittelbarer Kommentar zur Gegenwart und als direkter Widerschein dessen, was im Künstler vorgeht. Mit Claus Böhmler, Andreas Breunig, Ben Cottrell, Russlan Daskalov, Lutz Driessen, Habima Fuchs, Ramon Graefenstein, Behrang Karimi, Theresa Reusch, Agnes Scherer und Jana Schröder Abb. Russlan Daskalov, Spatzenmilch, 2010, 200 x 11 cm, Tintendruck Glanz.

Unter der Düsseldorfer Rheinuferpromenade in einem Raum, der zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt, entstand 2007 mit KIT — Kunst im Tunnel- ein Treff für zeitgenössische Kunst. 2006, im Jahr der ersten Düsseldorfer Quadriennale, wurde das Architekturbüro Fritschi/Stahl/Baum, das schon die Planung für die Gestaltung der Rheinuferpromenade geliefert hatte, mit einem Konzept für die Realisierung eines Ausstellungsraumes beauftragt. Das sichtbare Entree des KIT ist eine der schönsten gastronomischen Adressen am Rhein. Durch das Café gelangen die Besucher über eine große Treppe oder mit dem Aufzug in den wie ein U-Boot geschnittenen unterirdischen Ausstellungsbereich.

Pawel Althamer. Almech

Dt. Guggenheim Berlin, bis 16. Januar 2012

In seiner Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim hat Althamer Performance und Skulptur miteinander verknüpft und eine Ausstellung „in progress“ konzipiert. Die Besucher erleben einen Ort der aktiven Produktion statt der passiven Reflexion. "Almech" ist der Austausch zwischen dem Museum und Almech, einer kleinen Kunststofffabrik, die Althamers Vater in Wesoła, einem Vorort von Warschau, betreibt. Für die Berliner „Niederlassung“ dieser Firma lässt Althamer im Galerieraum Maschinen installieren, mit denen Mitarbeiter von Almech skulpturale Porträts von Angestellten des Deutsche Guggenheim, der Deutschen Bank und der Guggenheim Foundation sowie von Besuchern der Schau herstellen. In der Ausstellungshalle werden die Gesichter der Modelle abgeformt und die Abgüsse anschließend auf Metallkonstruktionen befestigt. Die Skulpturen werden dann „mit Fleisch“ aus dem von polnischen Pressmaschinen produzierten Plastik versehen. Die Verknüpfung von Museum und Fabrik manifestiert sich auch in der neuen Beschilderung der beiden Orte – „Almech“ in Berlin und „Deutsche Guggenheim“ in Wesoła. Mit Almech schafft Althamer eine Hommage an die väterliche Firma und zugleich ein monumentales, kollektives Selbstporträt, welches das Deutsche Guggenheim durch die hier anzutreffenden Menschen definiert: Besucher und Ausstellungsführer, Kuratoren und Künstler, Reinigungs- und Wachpersonal, leitende Bankangestellte und deren Kunden. Die Teilnehmer entdecken die Möglichkeit der aktiven Beteiligung und Intervention. In ihren Skulpturen finden sie sich wieder und verleihen der sonst üblichen Anonymität eines Ausstellungsbesuches ein individuelles Gesicht.  Wie in vielen von Althamers Arbeiten scheinen die Figuren von anderen Wirklichkeiten zu träumen, während sie in ihrer Gemeinschaft zugleich der kollektiven Erfahrung ein Denkmal setzen. Althamer ist als Künstler auch Initiator von sozialen Prozessen. So leitet er seit 1994 die Nowolipie Group, einen wöchentlichen Bildhauer-Workshop für an multipler Sklerose erkrankte Patienten, und inszenierte zur Jahrtausendwende mit seinen Nachbarn im gleichnamigen Wohnblock die große kollektive Skulptur Bródno 2000. Das Projekt Common Task führte ihn, sein Familie und Freunde seit 2008 nach Belgien, Brasilien und Mali. In Frühling überließ er 2009 seine Ausstellung im Kassler Museum Fridericianum den Schulkindern der Stadt.

Erik van Lieshout - Erik makes Happy

Bawag Contemporary Wien, bis 29. Januar 2012

Im Zentrum der Ausstellung steht der 2011 entstandene Film "Commission". Den Auftrag für den Film über Zuidplein, ein Einkaufszentrum im Süden Rotterdams, erhielt Erik van Lieshout 2010. Das 1968 errichtete Einkaufszentrum war eines der ersten in den Niederlanden und stand für eine utopische Vision, für zukünftigen Reichtum und urbane Harmonie. Heute ist es ein Ort der Armen und Arbeitslosen.  Im Sommer 2010 eröffnete Erik van Lieshout in einem ehemaligen Lokal des Einkaufszentrums vorübergehend einen Laden. Statt allerdings einfach Waren zu verkaufen, nutzte er den Ort als Basis, um mit dem Viertel und seinen Bewohnern, die er in für ihn charakteristisch direkte und oft sehr lustige Gespräche über Herkunft, Stadterneuerung, Sicherheit und Konsumverhalten verwickelte, in Verbindung zu treten. Er täuscht naive Verwirrung vor und schlüpft in die Rolle des unschuldigen Idealisten in einer oft feindlichen Welt. Aufgenommen im Stil eines wackligen Amateurfilms ist "Commission" eine schnell geschnittene Collage aus Dokumentarszenen und Stop-Motion-Animationen, in der sich Interviews und Aufnahmen der Mall mit cartoonartigen Zeichnungen, Modellen und performativen Szenen abwechseln. Commission befasst sich mit dem Scheitern einer Utopie in ihren verschiedenen Phasen und hinterfragt die Möglichkeiten gesellschaftlicher Partizipation in einer urbanen Welt, die iaus ausgegrenzten Suburbs, privatisierten Räumen und streng überwachten Shoppingmalls besteht.

Cathy Wilkes

Gesellschaft für aktuelle Kunst Bremen, bis 19. Februar 2012

Cathy Wilkes wurde 1966 in Belfast geboren und lebt in Glasgow. Sie wurde 2002 mit dem Baloise Art Prize ausgezeichnet und war 2008 für den Turner Prize nominiert. Ihre Arbeiten erhalten Spannung durch  Gegensätze: Abstraktion steht neben Gegenständlichkeit, Konkretes neben Offenheit, Pathos neben Zurückhaltung, Fragiles neben Monumentalem, Autobiografisches neben Allgemeinem und Intitution neben exakt durchdachter Setzung. Im Ergebnis sind Wilkes' Arbeiten narrativ, ohne eine konkrete Geschichte zu erzählen, und biografisch, ohne den Betrachter/innen die Möglichkeit auf eigene Sichtweisen zu nehmen. Sie umkreisen Themen wie „Kindheit", „Tod", „Geburt", „Liebe", „Verlust" und „Schmerz". Wilkes stellt Fragen nach den Grundpfeilern unserer Existenz und scheut sich dabei nicht vor pathetischen Gesten, Intuition und offensichtlicher Subjektivität.   In Bremen liegt der Fokus über das Archiv und die beiden neuen Installationen hinaus auf einer Auswahl kleinerer, aktueller Skulpturen und besonders den Gemälden der Künstlerin.  Abb. Cathy Wilkes,Untitled, 2010,Mixed Media,Courtesy of the Artist and Galleria Raucci/Santamaria, Naples, Foto: Franziska von den Driesch  

Alfred Haberpointner und Wolfgang Kuhle

Gerhard Marcks-Haus Bremen, bis 26. Februar 2012

Alfred Haberpointners (geb. 1966) künstlerisches Material ist das Holz. Der österreichische Bildhauer verwendet meist Linden-, Espen- oder Nusshölzer und bearbeitet diese durch Hacken, Sägen und Schlagen aber auch mit glühendem Brenneisen und Blei. Kugel, Kegel, Oval und Quadrat sind die vorherrschenden stereometrischen Formen, die der Bildhauer zu stabilen, bedeutungsaufgeladenen Gruppen arrangiert oder in serieller Reihung dekliniert.

Zeitgleich zeigt das Gerhard-Marcks-Haus auf der Empore Arbeiten des in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Künstlers Wolfgang Kuhle. Er  ist ein subtiler Bildhauer, der figürliche Formen in Treib- oder Schwemmhölzer findet und akzentuiert. Wesentlich für die Kunst Kuhles ist die Konzentration auf den Torso. In der Dresdner Tradition wird dieser bewusst gewählt als Ausdruck des Fragmentarischen, Verletzten aber auch als Mittel der Konzentration auf Bewegtheit von innen her. Abb. Alfred Haberpointner, Geschlagene Gruppe, 1998/2000, Espenholz,VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Kunstpreis »junger westen 2011- Plastik, Skulptur, Installation

Ehemalige Fährmannschule Recklinghausen, bis 5. Februar 2012 

Rat und Verwaltung der Stadt Recklinghausen stifteten 1948 den Kunstpreis »junger westen«. 2011 wurde der Kunstpreis für Plastik, Skulptur und Installation ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Um den Kunstpreis »junger westen 2011« bewarben sich insgesamt 382 Künstler. In mehreren Juryrunden wurden schließlich 28 Künstler  für die Ausstellung ausgewählt. Aus dem Kreis der Ausstellungsteilnehmer wurden die  Kandidaten für den Kunstpreis benannt. Michael Sailstorfer wurde schließlich mit einer Mehrheit von 4:2 Stimmen zum Kunstpreisträger bestimmt.

GRAFT Architects – Distinct Ambiguity

Haus am Waldsee Berlin, bis 12. Februar 2012

GRAFTING bezeichnet das bisher Unvereinbare neu zu denken. Auf dieser Grundlage entwickeln Gregor Hoheisel, Christoph Körner, Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit als GRAFT Architekten seit über 13 Jahren komplexe Fusionsmethoden, die den Design- und Architekturdebatten der Gegenwart wesentliche Impulse verleihen. Mit Büros in Berlin, Los Angeles und Peking schafft das Team Architekturhybride, die aktuelle Geschmackskulturen und Methodikdebatten aufnehmen und politische wie ästhetische Phänomene reflektieren. Scheinbar Gegensätzliches wird neu zusammengesetzt. GRAFT versteht sich als globaler Think Tank für Designstrategien und als Labor für Lebenskulturen der Zukunft. Es nutzt ungewöhnlich offene Entwurfspraktiken, die aus allen Bereichen des Lebens Anregungen mit einbeziehen.Die Ausstellung zeigt das gesamte Assoziationsspektrum, auf dem die Graftwelten basieren. Anlässlich der Ausstellung erscheint ein umfangreiches Künstlerbuch mit Texten von GRAFT. (Hrsg. Katja Blomberg. Englisch, mit deutscher Übersetzung. Gestalten Verlag, Berlin)

WOHA. Architektur atmet

Dt. Architekturmuseum Frankfurt, bis 29.April 2012

Die Architekten WOHA aus Singapur – Wong Mun Summ und Richard Hassell – realisieren die Durchdringung von Gebäude und Landschaft, von Innen- und Außenräumen an Projekten wie der Singapurer School of the Arts oder dem zukunftsweisenden Wohnhochhaus The Met in Bangkok, das 2010 mit dem Internationalen Hochhaus Preis ausgezeichnet wurde. Themen wie Mehrwert durch Gemeinschaftsflächen sowie Durchlässigkeit für Klima und Natur werden in der ersten monografischen WOHA Ausstellung am Beispiel der tropisch-offenen Einfamilienhäuser, der grünen Hochhäuser und noch unvollendeter Projekte vorgestellt. So soll das Singapurer Büro- und Hotelensemble PARKROYAL ON PICKERING künftig „verschwinden und nur die Pflanzen widerspiegeln“. Abb. Parkroyal on Pickering, ©WOHA

SCHNEIDER + SCHUMACHER

Dt. Architekturmuseum Frankfurt, bis 29. April 2012

Anlässlich der Fertigstellung des Städel Museums und des Umbaus des Silver Towers der Dresdner Bank zur Bahnverwaltung präsentiert das Architekturbüro schneider+schumacher seine Arbeit. Die Ausstellung markiert den Beginn einer neuen Reihe zu Architekten im Rhein-Main Gebiet.

Gespräch: „Religion – Geistliche Räume“

BDA Stuttgart-Wechselraum, 12.Dezember 2011, 19 Uhr

Teilnehmer auf dem Podium sind die Architekten: Paul Böhm, Susanne Gross, Wolfgang Lorch und R.L.Auer, Kunstbeauftragter der Landeskirche, der das Gespräch moderiert.

Im WECHSELRAUM finden in kleinem Rahmen Ausstellungen, Vorträge und Architekturgespräche statt. Er dient der Darstellung der Arbeiten baden-württembergischer Architektinnen und Architekten bzw. Stadtplaner, der Präsentation wichtiger Projekte internationaler Architekten in Baden-Württemberg, der Kommunikation unter Architekten und zugehörigen Fachdisziplinen sowie dem baukulturellen Gedankenaustausch mit der interessierten Öffentlichkeit.

Auf der Suche nach dem Ende der Zeit - Multimediale Installation mit Sternenprojektionen und Klangsymphonien

Kulturkirche St. Stephanie Bremen, bis 19. Februar 2012

Aus den Komponenten Raum, Klang, Licht und Wort entsteht eine virtuelle Realität, die das subjektive Zeitempfinden des Zuschauers beeinflussen soll und den intuitiven Zugang zu neuesten physikalischen Thesen über Raum und Zeit ermöglicht. Es spricht: Prof. Dr. Peter Richter, Theoretische Physik, Uni Bremen. Musik, Komposition, Texte, Produktion: Jörn Schipper.

HIMMEL UND ERDE -  DigitArt von Thomas Went

Dreikönigskirche Dresden, bis 15. Januar 2012

DigitArt sind Bilder, die ursprünglich auf fotografische Art als zeitlicher und räumlicher Ausschnitt eines alltäglichen Sehens und Erlebens entstanden. Thomas Went verarbeitet  diese mittels digitaler Technik und Bildbearbeitung zu neuen Bildwerken. Diese Technik ist dem 1946 in Dresden geborenen, seit 1993 freiberuflichen Architekten und Farbgestalter zunehmend hilfreich. So kann er auch mit Parkinsonerkrankung sich künstlerisch ausdrücken.

per visibilia ad invisibilia - Michael Triegel

Stiftung St. Matthäus Berlin, bis 15. Januar 2012

Der 1968 geborene Leipziger Maler Michael Triegel gehört zu der »Neuen Leipziger Schule«. Triegel begann sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink ehe er Meisterschüler bei Ulrich Hachulla wurde. Seine Bilder prägen eine hohe Meisterschaft in ihrer Bildsprache, sind jedoch, ganz anders als die seiner Lehrer, surrealistisch mit vielen Parallelen zu Dalí oder de Chirico. Eine Empfehlung Werner Tübkes eröffnete Triegel zu Beginn des Jahrtausends einen neuen Themen und Wirkungskreis: Seit er die Predella für den spätgotischen Schnitzaltar der Kapelle Langreder bei Hannover neu gestaltete, kamen Aufträge von Seiten der Kirche. Nach 2003 präsentiert die Stiftung St. Matthäus zum zweiten Mal aktuelle Arbeiten von ihm in Berlin.

 

 

Berichte und Meldungen

Gottfried Kiesow gestorben

Professor Kiesow war von 1994 bis 2010 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Stiftung zur größten Bürgerinitiative für Denkmalschutz geworden ist und seit ihrer Gründung rund 4.000 Denkmale vor dem Verfall bewahren konnte. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde er, als er sich für die Rettung maroder Baudenkmäler in der früheren DDR einsetzte. Schon als Denkmalschützer des Landes Hessen kam Kiesow zu Ansehen: 30 Jahre lang war er Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege in Hessen und gehörte 1985 zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die nach dem Vorbild des National Trust in Großbritannien entstand.

 

Liebfrauenkirche Duisburg gerettet

Der Kirchenbau gilt als ein typisches Beispiel für die Architektur der späten 50erJahre des vergangenen Jahrhunderts. Entsprechend bewertet die Denkmalbehörde die Liebfrauenkirche als architektonisch und künstlerisch herausragendes Bauwerk. Der außergewöhnliche doppelgeschossige Stahlbetonbau wurde im Architekturstil des Brutalismus errichtet. Die Glasfenster, der Baldachin und zahlreiche andere Einrichtungsgegenstände stammen aus der Vatikankirche der Brüsseler Weltausstellung von 1958. Das Relief "Moses und der brennende Dornbusch" an der Stirnseite des Gebäudes wurde vom Bildhauer K. H. Türk geschaffen. Es ist gelungen, diese Duisburger Zentrumskirche durch eine Bürgerinitiative langfristig durch das Errichten einer Stiftung zu sichern. Die im Jahr 2007 gegründete "Stiftung Brennender Dornbusch“ möchte den „Dialog der Religionen und Kulturen“ intensivieren. Die Liebfrauenkirche wird sich neben dem religiösen Leben - mit weiter stattfindenden Gottesdiensten und einer Citypastoral - zukünftig auch kulturellen Veranstaltungen öffnen. Die Stiftung Brennender Dornbusch hat Ende 2008 von dem Duisburger Unternehmer Wilhelm Fasel eine Zustiftung in Höhe von 1,75 Mio. Euro erhalten. Diese Kapitalausstattung und die weitere Zuwendung von Immobilien ermöglichten die Übereignung der denkmalgeschützten Liebfrauenkirche an die Stiftung. Der mit dieser Zustiftung auch finanziell abgesicherte Erhalt der Liebfrauenkirche findet als Beispiel für ein vorbildliches bürgerschaftliches Engagement weite Beachtung über die Grenzen der Stadt Duisburg hinaus. Auch die Landesregierung NRW sieht in der neuen Stiftung ein Pilotprojekt, insbesondere auch vor dem Hintergrund der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und des Strukturwandels bei den Kirchen. Abb. Liebfrauenkirche in Duisburg, im Vordergrund eine Stahlskulptur von  Bernar Venet, Foto: Raimond Spekking/CC-BY-SA-3.0 wikimedia commons

Städelmuseum

Nach gut zweijährigen Bauarbeiten ist der erste Teil der Sanierung im Frankfurter Städelmuseum abgeschlossen worden. In den neu gestalteten Museumsräumen im sogenannten Gartenflügel werden Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert präsentiert. Schwerpunkt ist die deutsche und französische Malerei. Es werden die inhaltlichen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den europäischen Kunstströmungen und den Künstlern nachvollziehbar gemacht sowie erstmals Fotografien und in einem höheren Maß als bisher Werke von Künstlerinnen einbezogen. Am 15. Dezember wird der Sammlungsbereich »Alte Meister (1300-1800)« im Mainflügel des Altbaus eröffnet und am 25. Februar 2012 der Erweiterungsbau für die Präsentation der Gegenwartskunst.

Neue Galerie in Kassel

Nach fünfjähriger Umbauzeit ist die Neue Galerie in Kassel seit 23. November wiedereröffnet. Der Umbau ist Teil des 200 Millionen Euro umfassenden hessischen Investitionsprojektes zur Neuordnung und Sanierung der Kasseler Museumslandschaft. Im Zuge der Sanierung ist der Innenbereich des Gebäudes völlig neu gestaltet worden. Unter anderem enstanden in den Oberlichtsälen des zwischen 1871 und 1877 errichteten Baues neue Lichtdecken.Der zentrale Raum im Inneren der Galerie ist  Beuys (1921-1986) gewidmet, der 1976 hier sein Werk »Das Rudel« sowie weitere Objekte positionierte. Ein weiterer, herausragender Schwerpunkt der Neuen Galerie ist eine Sammlung mit Arbeiten von Lovis Corinth (1858-1925) aus nahezu allen seinen Werkphasen. Gut vertreten ist zudem Malerei und Skulptur der Nachkriegszeit, Pop Art und abstrakte Malerei. Besondere Bedeutung kommt schließlich den Ankäufen aus den  documenta-Ausstellungen zu.

Kasseler Dokumentarfilmfestival

Das 28. Kasseler Dokumentarfilmfestival hat 11.800 Besucher angelockt. Zu sehen waren auf dem Festival insgesamt 293 internationale Dokumentarfilme. Eingereicht worden waren 2.864 Beiträge. Ergänzend zu den Filmen wurde im Kasseler Kunstverein die Ausstellung »Monitoring« gezeigt, in der mit Hilfe von 14 Installationen das Thema Medienkunst aufgegriffen wurde.

Prix Marcel Duchamp

Der wichtigste französische Preis für Gegenwartskunst in Höhe von 35.000 Euro geht dieses Jahr an Mircea Cantor. Er wurde 1977 in Rumänien geboren und lebt in Paris.

Preis der Nationalgalerie

Cyprien Gaillard erhielt den Preis der Nationalgalerie Berlin in Höhe von 50.000 Euro. Cyprien Gaillard hat ein Werk aus suggestiven Bildern geschaffen, in dem das Politische und das Kulturelle untrennbar verbunden ist.

Architekturpreise

Für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin erhielt David Chipperfield den mit 30.000 Euro dotierten Deutschen Architekturpreis. Zaha Hadid gewann zum zweiten Mal in Folge den Stirling Preis für Architektur in Europa in Höhe von 23.000 Euro.

Kirchlicher Kunstpreis

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) verlieh den Gebhard-Fugel-Preis (5.000 Euro) an den Gold- und Silberschmied Rudolf Bott.  Anlässlich der Preisverleihung findet noch bis 12. Dezember 2011 in den Räumen der DG in München die Ausstellung „Rudolf Bott - Objekte, Modelle, Geräte“ statt. Abb. R. Bott, Verschiedene Gefäße,1996 bis 2009, Bergkristall, Hämatit, Jaspis, © Foto Jochen Grün

plan12

plan ist ein 1999 gegründetes internationales Forum aktueller Architektur. Es widmet sich der Vermittlung von brisanten Architektur- und Stadtentwicklungsthemen. Nach den Schwerpunkten „Wohnen“ (2004-2006), „Urbanismus“ (2007-2009) sowie „Stadt, Architektur und Künste“ (2010) widmet sich plan12 der immer breiter diskutierten Frage, wie der dringend erforderliche ökologischen Wandel in Architektur Städte(um)bau aussehen kann und soll. Der plan12-prolog, der im Oktober 2011 in der DQE-Halle in Köln-Ehrenfeld stattgefunden hat, umfasste fünf Vorträge, drei Arbeitskreise und drei Führungen mit hochkarätigen Referenten zum Thema lebenswerte Stadt – intelligente Konzepte für Mobilität, Klimaschutz und Gestaltung. Die schriftliche Dokumentation der Vorträge und Arbeitsergebnisse sowie der Führungen ist als PDF erhältlich. Die Vorträge stehen als Videodokumentation zur Verfügung. www.plan-project.com

 PASSAGEN 2012

Die Interior Design Week findet in Köln vom16. - 22. Januar 2012 statt. Sie bietet ein Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm zu aktuellen Tendenzen im Design, speziell im Interior Design mit Ausstellungen in Kölner Showrooms, Galerien, Einrichtungshäusern, Kulturinstituten, Museen und Hochschulen.

Ray-Fototriennale

Die Art Collection der Deutschen Börse, die DZ BANK Kunstsammlung, die
Darmstädter Tage der Fotografie, das Fotografie Forum Frankfurt, der Frankfurter   Kunstverein, das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und das  Städel Museum haben sich auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain für  die neue Foto-Triennale RAY Fotografieprojekt Frankfurt/RheinMain zusammengeschlossen. RAY startet mit einer zentralen Hauptausstellung im April 2012 und durchleuchtet mit weiteren Projekten bis Oktober 2012 neue Tendenzen im internationalen Fotogeschehen. 200 Tage lang werden im RheinMain-Gebiet an über 12 Orten Positionen der Fotografie und Videokunst präsentiert. Der rote Faden durch alle Ausstellungen und Veranstaltungen ist der Begriff der Zeit in der heutigen Fotografie.

 ROSSMARKT³

Das mehrjährige Skulpturprojekt für den Roßmarkt, die zentrale öffentliche Platzanlage der Frankfurter Innenstadt wählt einmal jährlich im Frühjahr einen international bekannte/r Künstler/in aus. Sein für den Platz geschaffenes Werk wird temporär für die Dauer von 6 Monaten installiert. ROSSMARKT³ beruht auf der Idee neuer Partizipation: Die Auftraggeber sind Schülerinnen und Schüler nahezu aller Frankfurter gymnasialen Oberstufen. Sie werden zu Repräsentanten der gesamten Bürgerschaft und des Bürgerwillens. Die Schüler übernehmen mit ihrer Mitwirkung auch die Aufgabe, die Ergebnisse zurück in die Schulen zu tragen und dort eigenständig darüber, möglichst live, zu berichten. In Workshops im Frühjahr des jeweiligen Jahres treffen die Schüler auf Experten verschiedener Berufssparten, um sich mit diesem öffentlichen Stadtraum auseinanderzusetzen. Sie entwerfen utopische und realistische Ideenkonzepte gemäß der Fragestellung, auf welche Weise die Frankfurter Bürger eine neue und andere Verbindung mit dem neugestalteten Platz eingehen könnten. Die Künstlerin 2011 ist Tamara Grcic.

 Moschee in Köln

Die Kölner Zentralmoschee wird vorerst ohne den Architekten Paul Böhm weitergebaut. Streit gibt es um steigende Kosten und  Gestaltungs- und Qualitätsfragen. Bauherr ist die  Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib).

Grassi-Museum

Ab März 2012 ist das Leipziger Museum für Angewandte Kunst wieder vollständig. Es bietet dann einen Überblick über 3000 Jahre Kunsthandwerk und Design. Der Museumskomplex, der auch das Museum für Völkerkunde und für Musikinstrumente umfasst, wurde seit dem Jahr 2000 umfassend renoviert.

Designpreis

Der mit 4.000 Euro dotierte »HFBK-Designpreis der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst«  ist eine Anerkennung für junge Designerinnen und Designer in Hamburg. Die begleitende Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe präsentiert herausragende Arbeiten der jungen Künstlerinnen und Künstler der Hochschule für bildende Künste Hamburg, die im vorangegangenen Studienjahr an der Hochschule entwickelt wurden. Sie werden von den HFBK-ProfessorInnen für den HFBK-Designpreis nominiert.Das Spektrum der Arbeiten reicht von Material- und Funktionsforschungen über innovatives Recycling und Prototypen für zukünftige Produkte bis hin zu experimentellen Studien für neue Raumnutzungen. Die Verschiedenartigkeit der Arbeitsansätze spiegelt dabei wider, welche Rolle Design in unserer Gesellschaft hat oder zukünftig haben kann.

Textil- und Paramentik

Mit einer Ausstellung und einem Kunstprojekt in der Stadtkirche Darmstadt feiert die Paramentenwerkstatt am Elisabethenstift Darmstadt ihr 120-jähriges Bestehen. Seit 1891 werden hier textile Ausstattungen für sakrale Räume gefertigt. „Das sind 120 Jahre Dialog mit Kirchengemeinden, Räumen, Künstlern und Architekten.“, sagt die Leiterin der Werkstatt Marie-Luise Frey-Jansen. Eine öffentlich zugängliche Ausstellung ist in der Kirchenverwaltung am Paulusplatz bis 29. Februar zu sehen. Außerdem führt die Textilwerkstatt zum Jubiläum das Sechs-Farben-Projekt durch. Entlang der sechs liturgischen Farben des Kirchenjahres wechseln raumfüllende textile Installationen zu Advent, Passion, Ostern, Pfingsten, der Trinitatiszeit und dem Ewigkeitssonntag und verwandeln den Altarbereich der Stadtkirche. Dazu gibt es jeweils samstags Soireeveranstaltungen in Kooperation mit der Stadtkirche Darmstadt und der Darmstädter Kantorei. Das Projekt endet mit dem Ewigkeitssonntag 2012. Weitere Informationen unter www.textil-kunst-kirche.de



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