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Terminänderung!
Verwandlungen zwischen Küche und Altar - Bilder und Skulpturen von Gabi Erne in den Räumen des Instituts für Kirchenbau.
Zur Eröffnung der Ausstellung findet im Sonntagsgottesdienst
am 5. Februar 2012 um 10.00 Uhr in der Universitätskirche Marburg
in der Reihe Liturgy Specific Art eine Koch - Performance mit Gabi Erne statt. Predigen wird Prof. Dr. Thomas Erne.
Die Ausstellung in den Institutsräumen ist bis zum 4. März 2012 zu sehen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch…
Marcel van Eeden realisiert auf der Mathildenhöhe Darmstadt eine Totalinstallation, in der sich Zeichnung und Raum ebenso wie Realität und Fiktion kunstvoll verzahnen. Erstmals sind die wichtigsten Erzählstränge vereint, die der niederländische Künstler seit 2004 Tag für Tag nach Fotos, Filmen und Textfragmenten angelegt hat: 13 Serien mit 660 Zeichnungen, darunter eine ganz neue, eigens für die Mathildenhöhe Darmstadt geschaffene Serie. Hinzu kommen skulpturale Objekte, Filme, ein raumfüllendes Videospiel mit Modell und Produktionsmaterialien sowie eine große Architekturskulptur als Kinobox. Marcel van Eeden verwandelt das Ausstellungsgebäude mit niedrigen Gängen und hohen Hallen in ein veritables Labyrinth der Erinnerung. Für sein Werk nutzt van Eeden ausschließlich Bild- und Textvorlagen, die vor seinem Geburtstag, dem 22. November 1965, entstanden sind. So wie in seinen Serien reale Persönlichkeiten in fiktive Erzählungen verwoben werden, so wird auch das Ausstellungsgebäude der Mathildenhöhe zu einer außergewöhnlichen Bewusstseinsmaschine für Geschichte und Geschichten transformiert. der niederländische Zeichner und Konzeptkünstler wurde 1965 in Den Haag geboren. Bereits 1985 entscheidet sich van Eeden , für seine Arbeiten nur Bildvorlagen zu verwenden, die aus der Zeit vor seiner Geburt stammen. Seit 1993 entsteht täglich mindestens eine Arbeit. Spätestens ab 2004 wird der Zeichner zum Erzähler, indem er disparate Einzelmotive und Schriftbilder zu geheimnisvollen Serien zusammenstellt. Seit 2008 lebt und arbeitet Marcel van Eeden in Zürich. (Abb. Marcel van Eeden, Sammlung Boryna (1935), 2009, Serie von 66 Zeichnungen, Courtesy Galerie Bob van Orsouw, Zürich und Galerie Zink, Berlin)
Die in Belgien lebende Künstlerin benutzt unterschiedliche künstlerische Versuchs-anordnungen wie Installationen, Projektionen, urbane Interventionen, Fotografien oder Skulpturen. Ihre minimalistischen Arbeiten betonen die Flüchtigkeit, Vergänglichkeit und den fragilen Charakter des Sichtbaren. Die Verräumlichung des Lichts, blendende Farben und durchscheinend reflektierende Oberflächen tragen dazu bei, die Unbeständigkeit in der Wahrnehmung von Raum und Zeit zu offenbaren und die Materialität zu destabilisieren. In ihren irritierenden Rauminstallationen findet sie konzeptuelle Annäherungen an Begriffe wie Perzeption, Leere, Materialität/ Immaterialität und Unendlichkeit. Abb. Ausstellungsansicht: Wiels, Brüssel, 5.9.- 6.12.2009, Serendipity (Solo), Courtesy Galerie Micheline Szwajcer (Antwerpen), Esther Schipper (Berlin), Galeria Toni Tàpies (Barcelona), Galerie Air de Paris (Paris), Almine Rech Gallery (Bruxelles)Fotos: © Philippe de Gobert
Bei Tim Rollins + K.O.S. (Kids of Survival) handelt es sich um ein Kollektiv. Die Werkauswahl basiert auf Tim Rollins' Untersuchungen von Kunst als einer Form von Kollaboration, mit der individuelle Kreativität als Vermittler von sozialem Wandel stattfindet. Als Rollins 1982 begann, in einer Schule in der South Bronx in New York zu unterrichten, entwickelte er eine Lehrmethode, die auf die Entwicklung individueller Fähigkeiten zielt. Klassische und moderne Literatur, Philosophie und politische Theorie waren fortan das Rohmaterial für Rollins und seine Arbeitsgruppe. Texte u.a. von Martin Luther King, Gustave Flaubert und Homer sind Ausgangspunkte einer Bildsprache, bei der bearbeitete Buchseiten direkt auf Leinwand geklebt werden.
"Zuhause" ist eine thematische Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des
MMK Museum für Moderne Kunst und wurde von 16 Jugendlichen kuratiert. Sie wurde im Rahmen des Kooperationsprojekts SHOW UP! 2011 mit der Schulklasse der Ludwig-Börne-Schule entwickelt. Die Reihe SHOW UP! ermöglicht Jugendlichen, eine Ausstellung zu einem Thema ihrer Wahl selbst zu kuratieren. Die Jugendlichen lernen dabei die Gegenwartskunst aus der Sammlung des MMK und die Museumspraxis in ihren vielen unterschiedlichen Facetten kennen. Die Jugendlichen ihrerseits können den Betrachtern neue Perspektiven auf die Werke der Sammlung eröffnen.
Das Museum beteiligt sich am Jahresthema "2011 Potsdam - Stadt des Films". Kamen doch die Werke des ersten fernsehkritischen Künstlers Deutschlands durch die Eröffnung des Museums vor drei Jahren in die Brandenburgische Landeshauptstadt. So wie der Festival-Text schreibt, sind „bewegte Bilder allgegenwärtig“. Genau dies hatte Wolf Vostell bereits in den Anfängen des Fernsehens – in den 50er und 60er Jahren – erkannt und künstlerisch aufgearbeitet zur Diskussion gestellt. Vermeintlich unvereinbare Elemente und Materialien kombinierte Wolf Vostell (1932 - 98) miteinander. In dieser Ausstellung werden ausgewählte Aspekte aus dem umfangreichen Gesamtwerk des Fluxus- und Happening-Künstlers, Grafikers, Bildhauers, Komponisten, Malers und Videopioniers gezeigt. Wolf Vostell arbeitete in Zyklen, hat Themen über längere Zeiträume immer wieder aufgegriffen und in den verschiedenen Ausdrucksformen dargestellt. In diesem Zusammenhang entstanden Filme, welche die Aussagen des Gesamtwerkes komplettierten, unterstrichen, ergänzten und dokumentierten. Es sind sechs Kurzfilme von Wolf Vostell aus den 60er Jahren zu sehen. Bronzen und umfangreiches Dokumentationsmaterial runden die Ausstellung ab.
Der Film „Wolf Vostell - Zwischen Berlin und Malpartida“ von Ernst-Michael Wingens
(TV-Dokument Köln) wird ergänzend vorgeführt.
Heute gibt es im Alltag viele bisher noch un- bzw. verkannte mediale Bewältigungsstrategien und neue Todesrituale. In Alltagsmedien, wie Games, Film, Clip und Internet findet keine generelle Verdrängung statt. Vielmehr werden neue Formen erprobt, mit der Endlichkeit des Lebens umzugehen. Auch in Kunst und Subkulturen finden sich andere Umgangsweisen mit Tod und Sterblichkeit als in anderen gesellschaftlichen Bereichen: KünstlerInnen oder jugendliche Subkulturen setzten sich intensiver, aber auch exzessiver mit dem eigenen und dem Tod der Anderen auseinander. Die Ausstellung „DEAD_Lines“lenkt den Fokus auf diese Sichtweisen
Diese Ausstellung von Zeichnungen, Aquarellen, Collagen und jeweils einer Skulptur von Franz Marc (1880-1916) und Joseph Beuys (1921-1986) ermöglicht erstmals einen spannungsvollen Vergleich dieser beiden bedeutenden Künstler. Mit einer gezielten Auswahl werden die gemeinsamen Wurzeln, auf die Joseph Beuys und Franz Marc in ihrem Denken zurückgreifen deutlich. Ewald Mataré (1887-1965) hat als Zeitgenosse Franz Marcs und Lehrer von Joseph Beuys stilistisch eine wichtige verbindende Funktion. Franz Marc und Joseph Beuys teilen eine Auffassung der Natur als eines nahezu sakralen Phänomens. Sie vertrauen auf die Erneuerungskraft und die alles überdauernde Vitalität der Natur. Sowohl Franz Marc, als auch Joseph Beuys setzen ihre Naturverbundenheit und ihre christlich geprägte Weltanschauung jeweils in Werke um, die alles kreatürliche und pflanzliche Leben in den großen Zusammenhang der Natur stellen. Wie das Pferd bei Franz Marc zum Symbol des Spirituellen wird, so beziehen Hirsch und Schwan, Biene und Hase bei Beuys ihre besondere Symbolkraft aus christlichen, literarischen, biologischen Zusammenhängen, die der Künstler in seinem Oeuvre in eine eigene Mythologie ummünzt. Es verbindet sie darüber hinaus ihr Glaube an die verändernde Kraft der Kunst. Ewald Mataré (1887-1965) war mit der Bedeutung, die er dem Tier als Symbol für das Kreatürliche beimaß, ein Mittler zwischen den Anfängen der expressionistischen Moderne in Deutschland und Joseph Beuys. Die wichtigsten Themen von Matarés Kunst sind das Tier und die Landschaft. Die Konstante seiner künstlerischen Arbeit war das Streben nach Vereinfachung, Verdichtung und Sichtbarmachung.
Für den in Ettlingen lebenden Bildhauer Werner Pokorny ist das Haus als symbolische und tatsächliche Form ein tragender Bestandteil seines Werks. Über drei Jahrzehnte hinweg hat Pokorny ein bildhauerisches Werk entfaltet, das neben Museumssammlungen auch weit in den öffentlichen Raum ausgegriffen hat und in dem das Haus als ein archetypischer Modus des Plastischen immer wieder anzutreffen ist. Für das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast hat der Bildhauer eine eigene plastische Installation entworfen, die sich aus einer Vielzahl von modulartig zusammenwirkenden Holzplastiken in die große Halle erstreckt. Ein Zyklus jüngerer Bildhauer-Zeichnungen sowie dokumentierendes Material von Arbeiten im öffentlichen Raum geben zusätzlich Einblick in die Ideenwelt des Künstlers.
Mit oft ganz einfachen Gesten und Mitteln erzeugt Cantor eindringliche poetische Bilder zu existenziellen Bedürfnissen des Lebens wie etwa Glück, Freiheit, Sicherheit oder Unabhängigkeit. In der Videoprojektion Tracking Happiness (2009) gehen sieben weißgekleidete Frauen im Kreis. Jede löscht mit einem Besen die Spur ihrer Vorgängerin, um sodann ihre eigene Fußspur in den feinen Sand zu setzen. Mit dem unablässigen, behutsamen Hinterlassen und Verwischen von Spuren entwirft Cantor ein poetisches Bild für die Suche nach dem Glück, das Raum lässt für eigene Interpretationen und Vorstellungen. Auch die neue Fotoserie Holy Flowers, die dieser Ausstellung den Titel gibt, offeriert keine eindeutigen Antworten. Dargestellt sind zwölf stern- oder eisblumenartige Formen, die wie in einem Kaleidoskop angeordnet sind. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass die sternförmigen Motive aus Maschinengewehrteilen gebildet werden.Neben Film und Fotografie setzt Cantor ein breites Spektrum verschiedener Medien ein, das von einfachen Materialien und alten handwerklichen Techniken bis hin zu Zeichnungen aus Kerzenruß, Lippenstift oder Fingerabdrücken auf der Wand reicht. Abb. Tracking Happiness, 2009, 11 Min., 16 mm-Filmstill (HDCAM), Ton Courtesy Mircea Cantor, Yvon Lambert, Paris New York and Dvir Gallery, Tel Aviv
In der Ausstellung werden zwei Radierfolgen gegenübergestellt, die um das Thema Krieg kreisen: Otto Dix’ fünfzig Blatt umfassende Folge »Der Krieg« (1923/24) und Georges Rouaults 58-teilige Mappe »Miserere« (1927/1948). Obwohl das Entstehen beider Zyklen durch den Ersten Weltkrieg ausgelöst wurde, sind beide Radierwerke jedoch sehr viel mehr als bloße Zeitdokumente, nämlich zeitlose Manifeste gegen den Krieg, die auf ganz unterschiedliche Weise durch ihre Aussage und ihre künstlerische Qualität beeindrucken. Denn mit diesen beiden Folgen prallen zwei Persönlichkeiten und Welten aufeinander, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Da der »Wirklichkeitsmensch« und Verist Otto Dix (1891–1969) – dort der Katholik und Expressionist Georges Rouault (1871–1958). Der Otto Dix der Zwanziger Jahre will die Wirklichkeit des Krieges eindringlich schildern, um vor den Folgen zu warnen. Rouault versteht sich als Künder der christlichen Heilslehre. Er, der selbst an der Zeit leidet, will mit seinen Bildern Trost spenden und Hoffnung geben, indem er auf eine andere Dimension, auf das Überwirkliche und Geistige, auf Gott und ein Leben nach dem Tod verweist. Er will einen spirituellen Weg aufzeigen. Abb. Georges Rouault, Miserere, 1927/1948, Blatt 35, «Jésus sera en agonie jusqu`à la fin du monde»/»Jesus wird im Todeskampf sein bis ans Ende der Welt« (Pascal, Pensées, Brunschwig No 553). Otto Dix, Der Krieg, 1923/24, Mappe I, Blatt 10 Fliehender Verwundeter (Sommeschlacht 1916)
Zur Erinnerung an den in Duisburg geborenen Bildhauer Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) hat die Stadt 2009 zum 14. Mal das "Wilhelm Lehmbruck-Stipendium" gestiftet. Als Stipendiatin des aktuellen Jahrgangs stellt die 1977 in Prishtina geborene Künstlerin Leunora Salihu in der Straßengalerie des LehmbruckMuseums aus. Ihre Ausstellung JUNCTION zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die in der Zeit des Lehmbruck-Stipendiums zwischen 2009 und 2011 entstanden sind. Salihus bildhauerische Arbeit ist von der Verwendung unterschiedlicher Materialien, Oberflächen und Techniken geprägt: Zum einen nutzt die Meisterschülerin von Tony Cragg industriell gefertigtes und geprägtes Material wie Holz, Teppich, Rigips oder Eisen, zum anderen formbare Masse wie Ton oder Gips.
Die ersten Designer des 20. Jahrhunderts waren Architekten, die für ihre Bauprojekte das dazu passende Mobiliar und häufig auch andere Gebrauchsgegenstände entwarfen, weil sie auf dem Markt nichts gestalterisch Passendes finden konnten. Der Bereich des Möbeldesigns hat sich spätestens Mitte des vergangenen Jahrhunderts vom Berufsbild der Architekten getrennt und als eigenes Metier etabliert. Trotzdem konzipieren nach wie vor einige Architekten ihr Wunschmobiliar in besonderen Fällen selbst. Entwerfen Architekten anders als Produktdesigner, zeigen sich ästhetische Vorlieben, gibt es etwas typisch Architektonisches, hat sich im Verlauf der Jahrzehnte trotz des Stilwandels doch etwas Gemeinsames erhalten? Diese Fragen fokussiert die Ausstellung parallel zur Internationalen Möbelmesse und den Passagen - in der Sonderausstellung „Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel".
Die Ausstellung versammelt in erster Linie Werke der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler, die mit ihren Fotografien in den letzten Jahren einen Wandel der Sichtweise und des Stellenwerts der Fotografie bewirkt haben. Ihr prüfender und oft kritischer Blick auf Architektur feiert dennoch diese Architekten und die zukunftsweisende Bedeutung der Bauten. Sowohl Künstler als auch Ausstellung konzentrieren sich auf Bauten des 20. und 21. Jahrhunderts mit Kultstatus. In acht Themenkreise – Restaurierung, Reanimation, Wohnen, Utopische Visionen, Dekonstruktion, Fragmentierung, Kritik und Systemanalyse – unterteilt, greift die Ausstellung sowohl für die Kunstfotografie als auch für die Architektur relevante Diskurse auf.
In den 1960er Jahren veränderte sich mit dem Aufkommen der sogenannten Minimal Art der Begriff des Kunstwerks radikal. Elementare Formen, serielle Anordnungen, industrielle Materialien und Fertigungsweisen sind Kennzeichen dieser Kunstrichtung, die von den USA ausging und zu deren Hauptvertretern Carl Andre, Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt und Robert Morris gezählt werden. Jeglicher Illusionismus, jegliche Symbolik wurden getilgt: Das Werk ist das, was es ist. Trotz dieser Selbst-Referentialität wurden Skulpturen nicht als in sich abgeschlossene Gebilde aufgefasst, sondern in ihrer Beziehung zum umgebenden Raum gesehen. Seitdem haben etliche Künstler in vielfältiger Weise die Formensprache des Minimalismus aufgegriffen und diese mit zusätzlichen Bedeutungsebenen angereichert. Politische, soziale und kulturelle Fragen rücken nun, neben formalen und ästhetischen Aspekten, verstärkt ins Blickfeld und fordern eine andere, kritischere Form des Involviertseins des Betrachters heraus. Die Sammlungspräsentation minimal and beyond zeigt Skulpturen, Objekte, Bilder, Photographien, Zeichnungen und Videos von den 1960er Jahren bis heute, u. a. mit Carl Andre, Hanne Darboven, Isa Genzken, Félix González-Torres, On Kawara, Kitty Kraus, Robert Morris, Bruce Nauman, Cady Noland, Gregor Schneider und Andreas Slominski. Abb. Andreas Slominski
Renato Casaro gilt als letzter großer Plakatmaler. Das Besondere seines Schaffens sind die sorgfältigen Ausführungen seiner Vorzeichnungen zu seinen Plakaten. Bei diesen „Vorzeichnungen“ handelt es sich in der Regel um sorgsam ausgeführte Gemälde, die Casaro so anlegt als wären sie eigenständige Werke. Die Ausstellung zeigt ca. 70 Plakate und Plakatentwürfe zu bestimmten Filmgenres, für die Casaro gearbeitet hat. Dazu gehören etwa Monumentalfilme (Der letzte Kaiser [The Last Emperor], 1989), Mafia-Sagas (Es war einmal Amerika [Once Upon a Time in America], 1983) und Fantasy-Filme (Momo, 1986), um hier nur einige zu nennen. Mit den Arbeiten von Casaro startet das Museum Folkwang eine Schwerpunkt-Reihe zum Filmplakat, die in weiteren Ausstellungen 2012 und 2013 fortgeführt werden wird. Das Deutsche Plakat Museum ist einmalig in Deutschland und besitzt eine der größten Spezialsammlungen weltweit: Mehr als 340.000 Plakate aus Politik, Wirtschaft und Kultur zählen heute zu seinem Bestand. Dabei spannt sich der Bogen zeitlich von den Anfängen der Plakatentwicklung bis in die Gegenwart.
Gezeigt werden internationale Positionen junger Kunst. Sie beschäftigen sich mit urbanen Lebensräumen und einer von der Macht der Medien gekennzeichneten Gesellschaft. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von medienkritischen Ansätzen bis hin zu absurd-erzählerischen Werken. Preisträgerin des aktuellen Marler Video-Kunst-Preises ist die Berliner Künstlerin Michaela Schweiger. Sie verknüpft in ihrer prämierten Arbeit "Begleiter" (2010) formale Fragen der filmischen Erzähltechnik mit inhaltlichen Überlegungen zu Rollenbildern und Wohnsituationen im Nachkriegsdeutschland. Die Jury lobte in der Arbeit Schweigers "räumlich-skulpturales Denken" sowie ihre ironischen Bezüge.Neben Michaela Schweiger gibt es Arbeiten von Ulu Braun, Marcus Zilz, Martin Kohout, Astrid Busch, Michael Busch, Ursula Damm, Pascal Fendrich / Bernd Härpfer, Max Hattler, Anna Hirschmann, Vladimir Mitrev, Egbert Mittelstädt, Stefan Panhans, Oliver Pietsch, Reynold Reynolds, Erik Schmelz und Volker Schreiner zu sehen. "Vom Zauber des Seitlich-dran-vorbei-Sehens" ist nicht nur ein pop-kultureller Querpass auf Max Goldt, sondern auch eine ironische Anspielung auf die zum Teil medienkritische Grundhaltung des Genres. Der Zauber des Vorbei-Sehens besteht in einem erweiterten Blickfeld. Man sieht den Bildschirm – und den Rest. Das Verhältnis von virtueller, medialer und "realer" Welt gehört seit Beginn der Videokunst zu den zentralen Feldern künstlerischer Forschung.
Wie in den Kolloqien zuvor, geht es um Aspekte inhaltlicher und methodischer Arbeit der Ausstellungsgestaltung in Museen und vergleichbaren Einrichtungen. Eine Vielzahl interdisziplinärer Fachvorträge zu innovativen Museumskonzepten, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen Beispielen der Ausstellungsgestaltung führen den Diskurs zwischen Museumswissenschaftlern, Architekten, Ausstellungsgestaltern sowie Interessierten aus dem Bildungs- und Kulturbereich weiter.
Die bekanntesten Zeugnisse mittelalterlicher Kirchenkunst aus dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Dom-Museum Hildesheim sind zu Gast im Bode-Museum. Der Anlass der Ausstellung ist: Sowohl am Berliner Kunstgewerbemuseum als auch am Hildesheimer Dom-Museum werden umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Während dieser Zeit sollen ihre schönsten Schätze dem Publikum aber nicht vorenthalten, sondern gemeinsam in einer unwiederholbaren Zusammenführung erlesener Kostbarkeiten sakraler Schatzkunst gezeigt werden. Im Mittelpunkt stehen die Hauptwerke aus dem Welfenschatz, dem einstigen Kirchenschatz des Stiftes St. Blasius in Braunschweig, sowie dem Hildesheimer Domschatz, der zusammen mit dem Dom und der Klosterkirche St. Michael zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Bedeutende Zimelien aus der Staatsbibliothek zu Berlin und ausgewählte Werke der gastgebenden Skulpturensammlung vervollständigen die Ausstellung. Den Besucher erwarten zahlreiche Höhepunkte der europäischen Kunstgeschichte von der Spätantike bis zur Spätgotik. Abb. Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz, Köln, Ende 12. Jahrhundert Grubenschmelz auf Kupfer, vergoldet; Bronze, vergoldet; Silber, teilvergoldet; Bodenplatte mit Braunfirnis; Walrosszahn; Eichenholzkern
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum; Foto: Jürgen Liepe
Die Ausstellung des Kunstvereins “Talstrasse“ e.V. „Dem Glauben dienend - Sakrales Gerät in der Moderne“ beleuchtet neben der Präsentation sorgfältig ausgewählter, künstlerisch bedeutsamer Objekte im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Verhältnis von Kunst, Religion und Liturgie. Sie schenkt den komplexen Bedeutungszusammenhängen zwischen Konfession, künstlerischem Zeitgeist und dem Personalstil einzelner Künstler entsprechende Aufmerksamkeit. Zeitlich beginnt die Ausstellung mit ausgewählten Objekten, die größtenteils aus Mitteldeutschland stammen, in der Zeit des Jugendstils und endet mit sakralen Geräten des 21. Jahrhunderts. Eine große Anzahl der Exponate wurde von einem Kreis von Lehrern und Schülern der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) geschaffen.Eine Präsentation im Rahmen dieser Ausstellung ist durch die Unterstützung der Katholischen Kirche Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Kirche Sachsen-Anhalt möglich, die dem Kunstverein maßgeblich, durch eine hohe Kenntnis kirchlicher Inventare, bei der Objektrecherche und Ausleihe behilflich waren. Abb. Dora u. Hubert Kleemann, Standkreuz, 1962
Die Ausstellung widmet sich dem Thema des Neubaus von Gemeindehäusern, Kindergärten und – wenn auch selten vorkommend – von Kirchen. Anhand einiger Projekte wird zudem das Bauen im denkmalgeschützten Bestand dargestellt. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens mit ca. 774.000 Gemeindegliedern sind ca. 1.500 Kirchen und Kapellen registriert. Ihre Erhaltung und Bewahrung ist vorrangige Aufgabe des kirchlichen Bauens und der Baupflege.
Das Violett der liturgischen Kirchenzeit der Passion ist nun als textile Raum- und Lichtgestaltung von der Künstlerin Marie-Luise Frey im Kircheninneren und am Turm der Stadtkirche zu sehen. Die wechselnde Farbgestaltung im Altarraum geht neue Wege der Installation des liturgischen Farbkanons im Kirchenraum. Das Projekt läuft über das ganze Kirchenjahr bis zum Ewigkeitsssontag 2012. Am 22. Februar findet in der Kirche auch der Aschermittwoch der KünstlerInnen statt, den die Ev. Landeskirche von Hessen-Nassau ausrichtet. Seit etlichen Jahren profiliert sich die Darmstädter Stadtkirche als Kunstkirche mit besonderen Konzerten, Lesungen und Bildhauerausstellungen. http://www.textil-kunst-kirche.de/SECHS-FARBEN/sechs-farben.html
An der Autobahn A 45 wird eine Autobahnkirche gebaut von den Frankfurter Architekten schneider + schumacher. Der Bau der ökumenischen Kirche im östlichen Teil des Gewerbegebietes Wilden-Nord, den der Holzhausener Unternehmer Hartmut Hering von Beginn an mit großem Engagement betrieb, wird von Architekt Michael Schumacher umgesetzt. Gemeinsam mit seinem Partner Till Schneider ging er bei dem Architektenwettbewerb, den der Förderverein Autobahnkirche Siegerland e. V. zuvor ausgelobt hatte, als Sieger hervor. Von Ferne gleicht der Bau dem Schema-Abbild einer Kirche mit spitzem Turm wie es auf Straßenschildern erscheint. In Nahsicht entwickelt das Gebäude dann eine komplexe vieleckige Form. 2012 soll die Kirche fertig sein. www.schneider-schumacher.de
Die deutschen Museen haben im Jahr 2010 rund 109 Millionen Besucher gezählt. Wie der Deutsche Museumsbund mitteilte, ist dies die höchste Besucherzahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981. Im Vergleich zum Vorjahr 2009 bedeutete dies eine Steigerung um gut zwei Prozent. Für die Statistik wurden den Angaben zufolge die Besucherzahlen von knapp 6.300 Museen ausgewertet. Für das Jahr 2011 liegen noch keine Zahlen vor. Besondere Publikumsmagneten waren den Angaben zufolge das RuhrMuseum und das Museum Folkwang in Essen, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und das 2009 wieder eröffnete Neue Museum in Berlin.
Der Thomanerchor feiert sein 800-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird gemeinsam mit der Thomaskirche und der Thomasschule begangen, die gemeinsam mit dem Knabenchor die Thomana bilden. Mit seiner Jahrhunderte alten Geschichte ist das berühmte Knabenensemble aus etwa 100 Jungen der vierten bis zwölften Klasse einer der ältesten Chöre überhaupt. Zahlreiche bekannte Musiker und Komponisten leiteten den Thomanerchor, darunter auch ab dem Jahr 1723 Barockkomponist Johann Sebastian Bach.
Vor 200 Jahren erschienen die »Kinder und Hausmärchen« der Brüder Grimm - für die Stadt Marburg ein Anlass, ein »Themenjahr Grimm 2012« auszurufen. Verschiedene Projekte, Ausstellungen, Theater, Musik und Literatur werden sich in diesem Jahr mit den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm befassen. Die Märchensammler studierten zwischen 1802 und 1806 in Marburg. Jacob (1785-1863) studierte ab 1802 Jura in Marburg, ein Jahr später folgte ihm sein Bruder Wilhelm (1786-1859) zum Jurastudium an die Lahn. Die Brüder bewohnten zusammen ein Zimmer in der Marburger Oberstadt. Ab 1829 waren sie Professoren in Göttingen. Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der »Göttinger Sieben« wurden sie des Landes verwiesen. König Friedrich Wilhelm IV. berief sie danach an die Preußische Akademie der Wissenschaften nach Berlin, wo sie bis zur ihrem Tod arbeiteten.
In Hamburg und Frankfurt, bald auch in Bremen und Berlin können leerstehende Gebäude im internet auf einer Karte eingetragen und kommentiert werden, www.leerstandsmelder.de. Die Initiatoren vom Gängeviertel e.V. wollen damit der Öffentlichkeit Freiräume in der Stadt bekannt machen.
In der romanischen Kirche St. Hilaire in der Nähe von Poitiers hat der Designer und Innenarchitekt Mathieu Lehanneur ein aussergewöhnliches Altarraumensemble gestaltet. Ein getreppter Untergrund aus weißem Marmor erinnert an ein topografisches Modell. Darauf scheinen Altar und Ambo aus Alabaster schwebend leicht. Das Taufbecken liegt wie ein kleiner See in einer Senke der Bodentopografie. Die Grundidee entstand aus der hügeligen Landschaft, in die die Kirche eingebettet ist. (Abb. Felipe Ribon)
In einer ehemaligen Kirche im Dempsey Bezirk von Singapore ist nun das Luxusrestaurant White Rabbit zu finden. Umgebaut wurde es vom Design Team TakenouchiWebb. (Abb. White Rabbit)
Der russische Designer Dima Loginoff hat die „Bless You- Lampe gestaltet, die es in schwarz oder verschiedenen Farben gibt. Sie funktioniert mit LED. Die „Bless You-Lampe wurde für die Design International Awards nominiert.
Erstmals kann man ausschließlich digital existierende Kunstwerke erwerben: auf der internetplattform „s(edition)“. Preise bewegen sich zwischen 6 und 600 Dollar. www.seditionart.com
Für Mitglieder des Senats und des Abgeordnetenhauses Berlin hat der Künstler Olafur Eliasson ein Stipendium ausgelobt. Ab dem Sommersemester 2012 können damit Politiker an den Lehrveranstaltungen an der Universität der Künste Berlin teilnehmen, die der Künstler in seinem Institut für Raumexperimente durchführt.
Der Schweizer Architekt Peter Zumthor erhielt des Kunstpreis der deutschen Katholiken. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis ist die höchste Auszeichnung der katholischen Kirche in Deutschland im Kulturbereich. Zumthor baute u.a. das Diözesanmusuem „Kolumba“ in Köln.
Der Künstler Martin Boyce erhielt den renommierten britischen Turner Preis. Er ist mit 25.000 Pfund dotiert. Der 44 Jahre alte Boyce stammt aus Schottland. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Aspekten jener Moderne, die nach 1950 begann. Das Design dieser Zeit wird von ihm neu interpretiert – und zwar so, dass man die Möbel von Arne Jacobsen oder Charles und Ray Eames nach ihrer Bearbeitung kaum wiedererkennt. Dafür öffnet Boyce mit seinen fragilen Mobiles, konstruktiven Skulpturen und Bodenarbeiten den Blick für die gestalterischen Ideen, die sich nicht nur im Design manifestieren, sondern seit Jahrzehnten auch das Denken prägen.
Das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln erhält den Preis des Europarats 2012. (5.000 Euro und eine Bronzestatue von Miro). Damit wird die Darstellung des Austauschs der Kulturen und Religionen im Ausstellungsprogramm gewürdigt.
Die van der Koelen Stiftung für Kunst und Wissenschaft wurde im Jahr 2003 von Dr. phil. Dorothea van der Koelen gegründet. Synergien von Theorie und Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft sind der Grundgedanke. Dorothea van der Koelen ist seit über 25 Jahren Galeristin und Kunstvermittlerin. Das Stipendiatenprogramm richtet sich an Studenten der Geisteswissenschaften, die im Fachbereich Kunstgeschichte ihre Dissertation über zeitgenössische Kunst, d.h. Kunst nach 1945 schreiben möchten. Sie können sich (für max. 3 Jahre) um ein Promotionsstipendium bewerben, das ein zeitgleiches Volontariat im Umgang mit zeitgenössicher Kunst mit einschließt, absolviert in der Stiftung. Das Programm umfasst die Betreuung einer kunstwissenschaftlichen Dissertation mit Publikationsmöglichkeit im Chorus-Verlag und bietet ein Volontariat mit Beteiligung an internationalen Ausstellungsprojekten, Buchprojekten, Künstlerbetreuung und Vermittlung von Produktions-, Distributions- und Rezeptionsprozessen im Bereich zeitgenössischer Kunst. Der Stipendiat kann an den Erfahrungen und Beziehungen eines über drei Jahrzehnte geknüpften weltweiten Netzes der Stifterin und Stiftung profitieren und erhält so Einblick in den internationalen und interkontinentalen Dialog der Kulturen. www.zkw.vanderkoelen.de
Dieser Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg für künstlerische Team-Projekte findet in zwei Runden statt. Drei Teams bekommen für die Realisierung ihrer Konzepte je 10.000 Euro. Nach deren Realisierung wird dann der „Open mind“ Preis in Höhe von 10.000 Euro und ein Publikumspreis von 5.000 Euro vergeben. www.openmind-wettbewerb.de
Für die katholische Grundschule Zugweg in Köln organisieren Cornel Wachter und Carolin Pfeil vom kunstprojekt an der Grundschule Zugweg Ausstellungen und eine Sammlung von Werken renommierter Künstler der Gegenwart. Im gesamten Schulgebäude hängen Werke von Katharina Grosse bis Gerhard Richter, Otto Piene bis Sigmar Polke. Die meisten Werke wurden von den Künstlern gestiftet.
ArToll ist ein Kunst-Ort an ungewöhnlicher Stelle, an der ungewöhnliche Menschen – in der Regel Künstler – ungewöhnliche Dinge tun. Es ist kein Ort etablierter Kunst, mit keinem Museum und mit keiner Galerie vergleichbar. Besucher sollten in ArToll nichts finden, was sie andernorts bereits gesehen haben Dies bekommt auf dem Gelände der Rheinischen Kliniken in Bedburg-Hau, dort, wo sich ArToll als ehemalige psychiatrische Krankenstation befindet, einen weiteren wesentlichen Aspekt. Der kreative, gestalterische Prozess nicht nur als soziale Plastik, sondern auch als Akt der Selbstfindung oder gar der Heilung. Die Situation in ArToll fördert diese Prozesse. Die Künstler, die zu den jeweiligen Projekten eingeladen werden, haben die Möglichkeit im Haus zu wohnen, gemeinsam zu arbeiten und Neues zu entwickeln.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2000 als erstes Bundesland in Deutschland eine Initiative zur Verbesserung der Baukultur auf den Weg gebracht. Das Ministerium für Bauen und Verkehr wurde mit der Umsetzung dieser Initiative beauftragt. Das war die Geburtsstunde der „Landesinitiative StadtBauKultur NRW”. Seit Oktober 2002 werden die vielfältigen Aktivitäten von dem Europäischen Haus der Stadtkultur auf dem ehemaligen IBA Emscher Park Gelände Rheinelbe in Gelsenkirchen koordiniert und weiter vorangetrieben. Die Initiative lebt durch die zahlreichen Aktionen ihrer Partner im Land. Seit ihrer Gründung sind über 100 Workshops, Kongresse, Ausstellungen, Kampagnen und Inszenierungen über Baukultur in den Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus umgesetzt worden. www.stadtbaukultur-nrw.de
Zwischen 1933 und 1945 unterhielt der NS-Staat im Emsland 15 Lager, die als Teil des Systems von SS, Justiz und Wehrmacht Orte des NS-Terrors waren. In den Lagern litten etwa 70.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene, während des Krieges kamen weit mehr als 100.000 Kriegsgefangene hinzu. Über 25.000 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern sind in diesen Lagern umgekommen. Die Gedenkstätte Esterwegen macht die Spuren des früheren Lagers kenntlich und übersetzt nicht mehr sichtbare Teile der Lagertopographie in eine moderne Formensprache. Sie bezieht das Moor als Ort der Zwangsarbeit in das Gedenkstättenkonzept ein. Die Architekten Hans Hermann Kraft und WES & Partner Berlin gestalteteten seit 2007 das Gelände zur Gedenkstätte um. Stahlelemente ersetzen in den Proportionen verschwundene Bauteile, unterschiedliche Bodengestaltungen aus Schotter oder Wildrasen markieren Arbeitsbereiche, freigeschnittene Baumpakete Baracken. Ein Stahlband zeichnet den Weg der Arbeiter ins Moor nach.
In der Nachfolge von Winfried Nerdinger kommt im Oktober 2012 Andreas Lepik als Direktor des Architekturmuseums der TU nach München. Gleichzeitig hat der den Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis inne.
Helsinki ist im Jahr 2012 die Designhauptstadt und will zeigen, wie gutes Design alle Lebensbereiche beeinflussen kann: Licht, Möbel, U-Bahn, Essen, Mode, Arbeitsbereiche, Gesundheit, Verwaltung. Da sich Helsinki gerade in einem städtischen Umbauprozess befindet, spielt Architektur-Verkehrs- und Infrastrukturdesign eine besondere Rolle. www.wdchelsinki2012.fi
Die Kulturkirche St. Stephanie in Bremen feiert am 17. Januar ihr 5-jähriges Jubiläum. Sie begeht es mit dem Theaterstück „Nipple-Jesus“ von Nick Hornby. Im Anschluß Geburtstags-Empfang mit Brot und Wein. www.kulturkirche-bremen.de
Zum Aschermittwoch der Künste lädt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers am 22. Februar 2012 in das Münster St. Bonifatius Hameln ein. Neben Musik, Andacht und Essen soll vor allem Zeit für Begegnung und Gespräch sein. www.kunstinfo.net
Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel wird 20 Jahre alt. Sein Thema sind das Sterben und der Tod in mannigfaltigen Facetten. Gegründet wurde es von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. Das Grundstück stiftete die Stadt Kassel, das Gebäude entwarf Wilhelm Kücker. Der Bund und das Land Hessen übernahmen die Baukosten in Höhe von 12 Mio. DM. 1992 wurde das Museum eröffnet.
Für die Landesgartenschau 2012 in Nagold haben die evangelische und katholische Kirche gemeinsam eine „wachsende Kirche“ gepflanzt. Sie besteht aus Linden und Weiden, die miteinander verflochten sind. Sie hat einen Durchmesser von 22 Metern. Besuchen kann man sie vom 27. April bis 7. Oktober.
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart