|
|
||||
|
|
||||
9.4.2008
Der evangelische Kirchbauexperte Thomas Erne hat Gemeinden davor gewarnt, überflüssig gewordene Kirchen und Kapellen überstürzt aufzugeben. Sakralbauten seien öffentliche Zeichen der Transzendenz. Sie hätten eine Bedeutung über die Region hinaus. Als unproblematisch bezeichnete der Direktor des Marburger Instituts für Kirchenbau die gemeinsame Nutzung und Finanzierung einer Kirche durch zwei christliche Gemeinden, etwa einer evangelischen und katholischen. Dagegen riet er davon ab, eine Kirche an eine muslimische Gemeinde abzugeben. Eine solche Nutzung sei derzeit aus theologischen Gründen nicht vorstellbar. Erne wandte sich auch gegen kommerzielle Nutzungen von Sakralgebäuden wie etwa durch die Gastronomie. Denn diese suchten bewusst den "Tabubruch".
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart