Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Thema
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Thema
kirchenraum-freiraum-hoffnungsraum

Gelber Raps, blaues Wasser, grüne Wiesen und dazwischen rote, backsteinerne Kirchtürme: das ländliche Mecklenburg-Vorpommern steht für Idylle pur. Was zehntausende Urlauber in jedem Sommer suchen – Stille, Landstraßen fast ohne Autos, verträumte Dörfer – stellt das Land und seine Menschen vor immense Probleme. Denn die weniger werdende Industrie und eine zunehmend technologisierte Landwirtschaft lassen seit Jahren die Zahl der Arbeitsplätze sinken. Der boomende Saisontourismus kann diese Entwicklung nicht kompensieren. 

Vor allem junge Menschen zieht es deshalb seit den 1990er-Jahren in Richtung Westen oder in die großen Städte; die Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum sind inzwischen auf die des Jahres 1900 gesunken. Damit einher geht ein Zusammenbruch der Infrastruktur. Verwaltung, Schulen und Dienstleister ziehen sich zurück; das kulturelle Leben ruht auf den Schultern einer Minderheit. 

Und die Kirche? Wie kaum eine andere steht die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs vor der Herausforderung und stellt sich dieser, ihre vielfältigen Aufgaben in einem sich entvölkernden Gebiet wahrzunehmen. Die Auswirkungen – sei es im seelsorgerischen Bereich oder im Denkmalschutz – sind gravierend, bieten aber auch für neue Konzepte Raum. So sind Pastorinnen und Pastoren einerseits für drei, fünf, neun, ja zwölf(!) Kirchen zuständig; andererseits organisiert eine Handvoll konfessionsloser Bürger das Geld für den Erhalt einer Feldsteinkirche, einfach weil diese zum Dorf gehört! Unter dem Motto „Kirchenraum – Freiraum – Hoffnungsraum“ widmet sich der 27. Evangelische Kirchbautag den Aufgaben und Chancen, die sich aus dem Bevölkerungsverlust und dem Strukturwandel des ländlichen Mecklenburgs ergeben. Es geht um Planungen, deren Grundlage nicht eine Expansion, sondern eine Kontraktion ist, die nicht das Aufbauen, sondern das Ab- und Umbauen beinhalten, ein „Dis-semble“, ein „Dis-invent“. Wie könnte eine Ästhetik des Wegnehmens, Wegstreichens, Weglassens aussehen? 

Theologen, Architekten, Stadtplaner, Soziologen und die interressierte Öffentlichkeit sind eingeladen, sich in Vorträgen, Diskussionen und Workshops aber auch bei Besuchen in kleinen Kirchgemeinden auszutauschen und Visionen zu entwerfen. Denn die Entwicklung im Hinterland der Ostsee ist durchaus als beispielhaft zu sehen, ähnliche Tendenzen gibt es bereits auch in Süddeutschland, in Holland, Österreich und der Schweiz. 

Die Evangelische Kirche in Deutschland, die Evangelisch- Lutherische Landeskirche Mecklenburgs, das Präsidium des Evangelischen Kirchbautags, das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Rostock freuen sich auf die Teilnehmer des 27. Kirchbautages!

 


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