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„Wir haben nicht zu viele Kirchen, wir haben zu wenig Ideen.“ So lautet einer der zentralen „Dortmunder Denkanstöße“, die am Samstagnachmittag diskutiert und verabschiedet wurden. „Ich will weg von diesem schrillen Gerede: Die Kirche ist am Ende und verscherbelt ihre Gebäude. Die vielen kreativen Ideen und der produktive Umgang beim Kirchbautag zeigen uns den Weg“, so Helge Adolphsen, Präsident des Kirchbautags.
Denn auch wenn der 26. Evangelische Kirchbautag am Sonntag, 26. Oktober, mit einem zentralen Abschlussgottesdienst endete – die Ideen begleiten die Gemeinden vor Ort weiter, ebenso wie die Fachwelt. Die Kirche „ist und bleibt eine Baustelle“, sagte Präses Alfred Buß. Der Umbauprozess sei „mit wachen Sinnen für das Umfeld und mit klaren Sinnen für Veränderungen“ zu gestalten. Kirchen könnten dann vieles sein: „Heimat des Glaubens, schützendes Dach, Ort des Anstoßes, Herberge auf Zeit“, so Buß.
Gesellschaften ändern sich. Gemeinden ändern sich. Wir selbst verändern uns. Kirchen werden gebaut und erhalten. An ihnen wurde und wird immer weitergebaut. Manche wurden zerstört, andere verfallen. Neue Kirchen werden gebaut. Architektur ist Transformation.
Liturgien verändern sich. Auch Kirchbauten verändern sich. Sie sind sichtbare und wandelbare Zeichen für Gott, dessen Sinnfülle in keinem Zeichen vollständig erfasst wird. Gott können wir hörbar und spürbar erfahren. Aber wir können ihn nicht verdinglichen. Das ist der Maßstab auch für das Bauen, Umbauen und Weiterbauen von Kirchen und Kirchenräumen.
Unsere Kirchen gehören nicht uns selbst. Wir sind nicht ihre Eigentümer. Wir sind ihre Treuhänder. Ohne ihre Geschichte haben wir keine Zukunft. Unsere Kirchen sind offen für alle Menschen. Und weil nach unserem Glauben alle Menschen zu Gott gehören und zu ihm gerufen sind, sind unsere Kirchen öffentliche Orte der Transzendenz.
Darum halten wir fest:
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart