Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Erstes evangelisches Kolumbarium in Westfalen
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Erstes evangelisches Kolumbarium in Westfalen
in der evangelischen St. Pauli-Kirche Soest

Nach langer und intensiver Vorarbeit hat die Kirchenleitung der Ev. Kirchevon Westfalen nun erstmals dem Antrag einer Gemeinde auf Errichtung eines Kolumbariums in einer evangelischen Kirche zugestimmt. Was seit kurzem schonin einigen römisch-katholischen Kirchen (z.B. Marl, Aachen, Erfurt) möglichist, soll künftig auch in der evangelischen St. Pauli-Kirche Soest möglichsein: ein Urnenbegräbnis in der Kirche (in sacris). Mit dieser Entscheidungbeschreitet die Ev. Kirche von Westfalen Neuland bei der Nutzung ihrer Kirchen.

Die Soester St. Petri-Pauli Kirchengemeinde, die über drei mittelalterliche Kirchen verfügt, beriet schon länger über eine angemessene Nutzungserweiterung für die St. Pauli-Kirche. Die Idee, in der St.Pauli-Kirche ein Kolumbarium einzurichten, kam bereits 2006 auf und wurdeseitdem im Dialog mit den zuständigen Behörden und dem Denkmalamt zur Entscheidnugsreife weiterentwickelt. Nun kann die Gemeinde mit der konkreten Planung und Umsetzung ihres Vorhabens beginnen.

Das Konzept: Lebende und Tote unter einem (Kirchen-)Dach

In der gotischen St. Pauli-Kirche soll im hinteren Teil ein Urnenfriedhof eingerichtet werden, während im vorderen Teil der Kirche weiterhin regelmäßig Gemeindegottesdienste, Taufen und Trauungen stattfinden. Der Kirchengemeinde ist es wichtig, dass der Urnenfriedhof so gestaltet wird,dass beide Teile der Kirche miteinander in Beziehung stehen und als Einheit empfunden werden können. So soll das alte christliche Bekenntnis zur "Gemeinschaft der Heiligen", die dauerhaft in Gott begründet ist und die die Lebenden und die Toten umfaßt, auch baulich-gestalterisch zum Ausdruckkommen: Lebende und Tote unter einem (Kirchen-)Dach. Dazu gehört auch, dassdie Urnen nach der 20-jährigen Ruhezeit in der Kirche selbst zu ewigen Ruhegebettet werden und dass ein Totenbuch ausliegen wird, das die Namen allerBeigesetzten dauerhaft verzeichnet.

Ideenwettbewerb

Damit der Grundgedanke der bleibenden Verbundenheit in Gott bei der Gestaltung des Kolumbariums auch überzeugend und mit einem Höchstmaß an Qualität umgesetzt wird, wird das Presbyterium in Zusammenarbeit mit dem landeskirchlichen Baureferat demnächst einen Ideenwettbewerb ausschreiben,an dem sowohl Künstler als auch Architekten beteiligt werden. Die eingehenden Entwürfe sowie das Urteil der Jury werden dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Die letzte Entscheidung, welcher Entwurfschließlich umgesetzt wird, liegt beim Presbyterium. Mit der Ferstigstellung und Einweihung des Kolumbariums ist für 2009 zu rechnen.

Belegung ab 2009

Die Kolumbariumspläne der Gemeinde stießen von Anfang an auf breites öffentliches Interesse. Die Liegezeit wird wie allgemein üblich 20 Jahrebetragen (Verlängerung möglich). Die Kosten eines Urnenplatzes in St. Pauli werden erst am Ende der Bauzeit genau feststehen, sie werden allerdings aufgrund der aufwendigen Gestaltung des Kolumbariums in einer mittelalterlichen Kirche höher ausfallen als bei einem Urnenwahlgrab aufeinem städtischen Friedhof. Bereits jetzt können Interessenten sich auf eine Liste setzen lassen, die im Gemeindebüro geführt wird. Die Interessenten werden von der Kirchengemeinde informiert,  sobald die genauen Kostenfestliegen. Die Vergabe der Urnenplätze, die auch schon zu Lebzeiten erworben werden können, erfolgt nach der Reihenfolge der Meldung bis zurvollen Belegung des Kolumbariums in der St. Pauli-Kirche.  

Downloads

Fragebogen_ausgefuellt_V4.pdf

Fragebogen St.Pauli

145 K

Lageplan_u_Grundriss.pdf

Grundriss St. Pauli

515 K

Seite_3101sost03_.pdf

Pressemitteilung St. Pauli

1.1 M



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