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Vorgeschlagen von Gerald Klahr
In dem herrlich verträumten Haus am Waldsee in Berlin Zehlendorf wurden im Obergeschoss wunderschöne, romantische Landschaftsfotografien der Fotografin Beate Gutschow ausgestellt. Aber der Schein trügt: diese Bilder sind fiktive, komponierte Idyllen, die die Künstlerin, inspiriert von Landschaftsmalereien des 17. und 18. Jahrhunderts als Collagen verblüffend realistisch aus bis zu hundert Einzelfotografien mit digitalen Mitteln zusammengefügt hat. Diese Konstruktion und Idealisierungen von Natur hat Beate Gütschow dann weiterentwickelt. Im Erdgeschoss des Hauses zeigt sie uns schwarz-weiße Stadtlandschaften. Diese bedienen sich der selben Technik; haben eine wunderschöne Komposition in Form und Proportion, aber ihre Motive sind alles andere als idyllisch. Vielmehr sehen wir dort beängstigende Utopien urbaner Betonwüsten der Moderne. In diesem Zusammenhang wird die bissige Ironie der ersten Werke um so deutlicher und man schwankt bei der Betrachtung der Bilder zwischen deren kompositorischen Schönheit und der darin implementierten Kritik an den städtischen Orte unserer Zeit.
Die Ausstellung wird vom 24. April-15. Juni 2008 in der Kunsthalle in Nürnberg zu sehen sein.
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart