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1976 in Weingarten geboren
1999-2005 Studium Freie Kunst, Kunsthochschule Kassel
2003 Eine grellgelbe Jacke anziehen und versuchen, sich unsichtbar zu machen, Galerie Stellwerk, Kassel
2006 Product, Festival of Contemporary Art, Varna, Bulgarien (K)
2005 Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
2002 40 Jahre: Fluxus und die Folgen, Kunstsommer Wiesbaden (K)
2007 50 + Kunstprojekt zu demografischer Arbeitslosigkeit, Kassel
Fotografie, Objekte, Video, Installation
vorgeschlagen
von
Katrin Schindehütte
Nina Jansens Kunstwerke spielen - oft humorvoll - mit scheinbar selbstverständlichen Konventionen. Durch kleine Eingriffe an Objekten oder Darstellungen beinahe kindlicher Experimente versucht sie, den Betrachter mit seinen Alltagswahrnehmungen zu konfrontieren und deren Voraussetzungen, das selbstverständliche Wissen über die Dinge, zu hinterfragen.
Die Irritationen und Assoziationen, die durch ihre Werke hervorgerufen werden, sollen den Rezipienten einladen, eigene Erfahrungen "jenseits und abseits der Norm" zu machen. Jansen ruft Verwunderung hervor durch die Präsentation von Wunderlichem und schlägt Möglichkeiten vor, die gewöhnlich nicht bedacht werden.
Im "nach-aufklärerischen" Zeitalter scheinen wir in einer Welt zu leben, in der alles erforscht und vermessen ist, in einer Welt ohne weiße Flecken auf der Landkarte. Doch was geschieht, wenn jemand so unvoreingenommen wie nur möglich die Welt nochmals neu zu erforschen versucht?
Die philosophische Erkenntnislehre fragt nach dem Wie der Erlangung von Wissen und Erkenntnis, sie fragt nach der generellen Möglichkeit wahrer Erkenntnis.
Schließt diese philosophische Frage Wahrheit und Schönheit bei solchen Versuchen und Ideen aus, die zum Scheitern verurteilt sind? Gibt es eine Wahrheit - und nicht nur eine poetische - bei dem Versuch des Unmöglichen?
Die Arbeiten von Nina Jansen sind offen für viele Assoziationen und Interpretationen. Sie laden den Betrachter ein, sich die Freiheit zu nehmen, vermeintliche Selbstverständlichkeiten neu zu überdenken und Alternativen zu riskieren. (T.S.)
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart