Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Der Mensch erscheint im Postvirtuellen
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© Jörg Buchmann

Jörg Buchmann lebt und arbeitet in Stuttgart. Er studierte an der 'Staatlichen Akademie der bildenden Künste' Kunsterziehung und Intermediales Gestalten / Verbreiterungsfach Werken bei Professor Sotirios Michou.

www.standfotografie.com

Der Mensch erscheint im Postvirtuellen
Jörg Buchmann - Künstler des Monats Mai 2009

vorgestellt von Asja Kranaster.

Der Mensch erscheint dabei eher verschwommen und wird weniger gesehen, sondern eher wahrgenommen. Auf den Fotos und in den Kunstwerken von Jörg Buchmann sind es oft nur einfache Details die an der Wirklichkeit zweifeln lassen. Unsere heutige Lebenswelt wird dabei nicht in das postvirtuelle Zeitalter versetzt, oder danach benannt, sondern es macht aufmerksam darauf, dass wir uns schon mitten darin befinden, oder schon danach. Die Bilder haben nichts von einer computergestützten Kunst und es fehlt auch an einer sichtbaren künstlichen Bildbearbeitung. Alltägliche Dinge wurden in unwirklichem und atmosphärischem Licht aufgenommen. Das Licht der Sonne erzeugt dabei verschiedene Blautöne im Schnee, welche der Künstler mit der Kamera einfängt. So erscheinen die Aufnahmen das reale Leben mit einer Emotionalität einzufangen. Und nicht der Künstler kreiert eine künstliche Welt, sondern er erschafft ein Abbild der wahrnehmbaren emotionsgeladenen Realität. Dabei geht Jörg Buchmann sensibel vor und spielt mit den Kameraeinstellungen, der Perspektive und eben dem Lichteinfall. Er erzeugt Welten mittels kleiner Miniaturen wie zum Beispiel Autos oder und erschafft mit der Kamera eine ganz eigene Welt, bei der selbst ein Autounfall oder eine Ruine wie Poesie wirkt. Seine Arbeiten sind vielseitig und doch könnte man seine Werke alle unter dem Begriff 'Sinnlichkeit' zusammenfassen. Sinnlich, klar und einfach, mit viel Atmosphäre.
Fasziniert schaue ich auf Bilder, welche einfach scheinen und viel Raum für das Fühlen, die Ruhe und das Weiterdenken lassen.
„Die Vorzüge und Schönheiten weit entlegener Klimate finden sich somit hier in einem harmonischen Ganzen vereinigt, wie unser Weltteil es schwerlich irgendwo zum zweiten Male bietet.“ Max Frisch 1979



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