Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Giuliano Mauri - Künstler des Monats Januar
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Giuliano Mauri - Künstler des Monats Januar

 

In Norditalien am Fuß des Monte Arera bei Bergamo wurde im Herbst 2012 die letzte Skulptur des Landart-Künstlers Giuliano Mauri (1938– 2009) eingeweiht. Wie auf Gemälden der Romantik verschmelzen hier Wald und Kathedrale, das Göttliche wird versinnbildlicht in der Natur. Mauri ordnet sich mit seiner Kunst dem Kreislauf des Werdens und Vergehens unter, seine gestalterischen Eingriffe in und mit Natur haben immer Zeiträume im Blick. Das gleichmäßige vom Menschen unbeeinflußbare sich wandeln der Dinge, ihr Absterben und ihre Erneuerung. Etwas verschwindet und ein anderes tritt an seine Stelle, alles langsam, fast unmerklich, mit sanfter Beständigkeit. Naturarchitektur nennt der Künstler seine Werke. Seine letztes Projekt, das sein Sohn beendet hat,  ist eine über 28 Meter lange und bis zu 21 Meter hohe Baumkathedrale aus 5 Kirchenschiffen und 42 Säulen. Die Säulen bestehen aus langen Holzstangen, die von einem Geflecht aus Haselnusszweigen zusammengehalten werden. In diesen wachsen 80 Hainbuchen heran. Schnee, Regen, Wind und Sonne, Vögel und Insekten werden die Gerüste im Lauf der Zeit wie alle vorhergehenden Skulpturen Mauris zersetzen. Nur die eingepflanzten Buchen werden bleiben. Mauri ist im Mai 2009 verstorben.

(Claudia Breinl)

 Sommerbild:Foto Aldo Fedele, © Arte Sella. Winterbilder: http://www.flickr.com/photos/rubber_slippers_in_italy/5237081307/



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