Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: "kunst und kirche" - Jahresprogramm 2010
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"kunst und kirche" - Jahresprogramm 2010

Kirche, Kunst und Architektur – das Programm der Zeitschrift "kunst und kirche"

Die Zeitschrift „kunst und kirche“ (Verlag SpringerWienNewYork) widmet sich in diesem Jahr zentralen Themen der Kunst, Architektur und Religion. Sie reflektiert damit wesentliche Anliegen und Strömungen in Kunst und Gesellschaft.

„kunst und kirche” widmet sich viermal jährlich aktuellen Themen aus Kunst und Architektur – und erkundet deren religiösen und philosophischen Horizont. Wo entstanden in jüngster Zeit interessante Kirchenbauten? Wie lassen sich Phänomene der Gegenwartsarchitektur zu religiösen Traditionen in Beziehung setzen? Wie transformiert zeitgenössische Kunst zentrale Inhalte christlicher Überlieferung? Und welche Rolle spielt die Kunst im interkulturellen und interreligiösen Dialog? Im zu Ende gehenden Jahr analysierte „kunst und kirche“ in vier Ausgaben u. a. die Rolle der Kulturhauptstädte Europas, hinterfragte die Kunst des Sammelns, untersuchte die Zusammenhänge zwischen Klang und Raum und beschäftigte sich mit der ökologischen Verantwortung der Architektur.

Neben Aufsätzen und Essays namhafter AutorInnen liefern junge WissenschaftlerInnen Diskussionsbeiträge und Denkanstöße. Berichte über wichtige Ausstellungen und Veranstaltungen, Informationen über bemerkenswerte Kirchenumgestaltungen sowie Rezensionen relevanter Neuerscheinungen bilden ein Diskussionsforum an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Architektur und Religion.

 

Die Themen der Hefte 2010:

Heft 1: Projektionen. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten ... (März; Redaktion: Monika Leisch-Kiesl, Isabel Zürcher)

Wirklichkeit ist uns nicht anders zugänglich denn über Prozesse der Projektion – seien diese erkenntnistheoretisch oder psychoanalytisch gefasst. Welche Rolle spielt das Außer- und Neben-Faktische für unser Erfassen, für unsere Begrifflichkeit von Realität? Wie muss die Projektion beschaffen sein, damit sie nicht aus der Realität hinaus, sondern in sie hinein führt? Künstlerinnen und Künstler sind Fachleute des Projektiven. Wie fassen sie heute das Imaginäre als eine Raum, in dem der/ die Rezipient/in mit den Projektionen einer Kultur gleichermaßen konfrontiert wird wie mit jenen des eigenen Selbst.

Heft 2: Multireligiöse Gebetsräume (Juni; Redaktion: Johannes Stückelberger; Alois Kölbl)

In den letzten Jahren sind an den unterschiedlichsten Orten – in Krankenhäusern, Bahnhöfen, Flughäfen, Universitäten, Schulen, Shopping Malls, Altersheimen, Messegebäuden, etc. – Gebetsräume, Andachtsräume oder Räume der Stille gebaut worden, die als Adressaten nicht nur eine Religionsgemeinschaft haben, die vielmehr allen Religionen offen stehen: sogenannte interreligiöse oder multireligiöse Räume. Es sind Räume für die individuelle Einkehr und Sammlung, manche werden auch für kleinere Feiern mit Angehörigen verschiedener Konfessionen und Religionen genutzt. Auftraggeber und Betreiber dieser Räume sind oftmals die christlichen Kirchen oder andere Religionsgemeinschaften, vereinzelt stehen dahinter auch kommunale, bürgerschaftliche oder andere Initiativen. Wie ist das Aufkommen dieser multireligiösen Räume zu deuten, zu beurteilen und zu werten? Welche Konzepte liegen ihnen zugrunde? Wie werden sie gestaltet? Was bieten sie an Sinnangeboten, an Symbolen, an Ausstattungen? Wer sind die Auftraggeber und Betreiber? Wie werden sie genutzt? Wo gibt es Probleme? Worin liegen die Chancen?

Heft 3: Mutter Unser – Spurensuche nach dem Bild der Mutter in der Kunst der Gegenwart (September; Redaktion: Johannes Rauchenberger, Thomas Erne)

Die Mutter ist von fundamentaler Bedeutung für das eigene Leben wie den Aufbau einer Gesellschaft. Aber Mutter ist keine stereotype oder verlässliche Ressource. Denn dazu wurde sie immer wieder zu sehr missbraucht. Neue Populationsängste der europäischen Ethnien knüpfen dort wieder unverblümt an: Uns gehen die Kinder aus. Vergangenheit wie Gegenwart zeigen: Mütter können auch anders. Sie orientieren sich an Leitbildern des Mütterlichen, die in einer Gesellschaft zirkulieren. Sie müssen ihre Rolle aber auch jeweils neu erfinden. An diesem Reservoir der Bilder und an den neuen Herausforderungen arbeitet auch die Kunst beständig weiter. Welche neue Bilder der Mutter – und wenn ja, wie viele? – finden sich in der Gegenwartskunst? Und welche soziale Infrastruktur der Kunst wird dabei sichtbar? Es fällt auf, dass die Arbeit am Bild der Mutter lange mit einem Tabu unterlegt wurde. "kunst und kirche" widmet sich mit diesem Heft einem Thema, das zwischen der Patina einer früher gekannten Madonnenfrömmigkeit, der ganz täglichen Schönheit wie Mühsal in der Arbeit mit Kindern und dem Scheinwerferlicht feministischer Auseinandersetzungen mit Geschlecht und Gender oder der aktuellen Debatte um Human Design Orientierungspunkte setzt.

Heft 4: Textil (Dezember; Redaktion: Carin Maria Lamm)

Den Begriffen "Haut – Habit – Haus" können eindeutig unterschiedliche Funktionen zugewiesen werden: ein Organ, ein Kleidungsstück und eine Behausung. Doch haben sie auch etwas gemeinsam: das Prinzip der Bekleidung. Sie alle können umhüllen, verhüllen, bekleiden, schützen oder schmücken. Sie können Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Individualität betonen, zurücknehmen oder vereinheitlichen. Wo liegen die gemeinsamen Ursprünge? Was kann das Textil als Material alles leisten? Was für eine Rolle spielt das Textil in der Religion? Wo sind dort seine Einsatzgebiete? Ist Gott der erste Modedesigner, da er Adam und Eva nach der Vertreibung aus dem Paradies (1. Mose 3, 21) die Kleidung entwarf? Oder handelt es sich bei "Gottes neuen Kleidern" (Kolosser 3, 12-15) darum, dass der Mensch sich ein neues Bewusstsein anziehen darf? Das Heft Textil möchte diese vielfältigen Beziehungen und Abgrenzungen verwebend untersuchen.

„kunst und kirche” wurde 1971 als ökumenische Zeitschrift gegründet. Die Geschichte der beiden Vorgängerzeitschriften reicht bis 1924 (evangelisch) bzw. bis 1860 (katholisch) zurück. Die viermal im Jahr erscheinende Zeitschrift möchte den fundierten, mitunter kontroversen Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst, Architektur und Religion begleiten und anregen. Seit 2007 erscheint „kunst und kirche“ im Verlag SpringerWienNewYork.

Herausgeber: Monika Leisch-Kiesl, Thomas Erne Redaktion: Johannes Stückelberger, Alois Kölbl, Carin Maria Lamm, Isabel Zürcher, Bernhard Steger, Johannes Rauchenberger

Wir senden Ihnen gern Besprechungsexemplare der Hefte zu!

Rückfragen:

Dr. Ernst Grabovszki Springer

WienNewYork Senior Press/PR Springer-Verlag GmbH | Sachsenplatz 4-6 | P. O. Box 89 | 1201 Wien | Austria

tel +43 (0)1/330 24 15-250 | fax +43 (0)1/330 24 26-62 ernst.grabovszki@springer.at www.springer.at | www.springer.com



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