Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Roland Dörfler
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Die Ausstellung "Roland Dörfler" ist in der Galerie der Niedersächsischen Lottostiftung „Vom Zufall und vom Glück“ in Hannover vom 21. November – 20. Dezember 2009 zu sehen.

Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 11 – 18 Uhr
Sa. + So. 11 – 16 Uhr
(montags und an den Feiertagen geschlossen)

Telefonische Erreichbarkeit während der Öffnungszeiten: 0511-920 52 22.

www.lottostiftung.de

Vita Roland Dörfler

  • 1926 geboren in Silberbach, böhmisches Erzgebirge
  • 1944-47 Arbeitsdienst, Kriegseinsatz, Gefangenschaft
  • 1948-50 Studium an der Akademie Nürnberg bei Fritz Grübel
  • 1950-54 Studium an der Akademie Stuttgart bei Hans Meid, Manfred Henninger, Willi Baumeister
  • 1962 Mitbegründer der „Neue Württembergische Gruppe“
  • 1965 Professur Kunsthochschule Braunschweig
  • 1988 Großer Sudetendeutscher Kulturpreis
  • 1993 Kunstpreis der SPD Niedersachsen
  • 1991-2000 Mitglied im Kunstausschuss des Bistums Fulda
Roland Dörfler

Der Leib ist kein Thema unter anderen. Er ist ein universales Thema. Ein „Gesichtspunkt aller Gesichtspunkte“ (Bernhard Waldenfels), der auf alle Perspektiven einwirkt, die der Mensch in seinem Leben zu dies oder jenem einnimmt. Der Leib ist immer dabei, vor allem, wenn der Künstler Roland Dörfler im Medium der Malerei und der Zeichnung über ihn nachdenkt. Sein bedeutendes Werk wird von diesem zentralen Thema wie ein roter Faden durchzogen. In den Künstlerbüchern sehen wir den Leib in seinen Konkretionen, den Körper Fausts bei der Gretchenfrage, den Leib des Simplicissimus im Krieg  und Francois Villon bei der Lust und am Galgen. In den Zeichnungen und im malerischen Werk ist es der Leib an sich als ein Grundphänomen, das wie Raum oder Zeit beim Zustandekommen aller anderen Phänomene beteiligt ist. Man sieht den Leib als organische Form eingeklemmt zwischen geometrischen Körpern. Man sieht die Passion des Leibes, der berührbar ist, leidend oder lustvoll. Man sieht die Aggression des Leibes ihn Spannung zu anderen Körpern. Und man sieht, jedenfalls als religionskundiger Beobachter, dass eine Urszene Roland Dörflers Darstellungen des Leiblichen unterlegt ist. Implizit, manchmal auch ausdrücklich im Titel, inspiriert die Passion des Leibes, die in der Passion des Gekreuzigten in den Bildvorrat der abendländischen Kunst einführt wurde, die malerische Leib-Recherche Roland Dörflers. Die Erinnerung an die Bildtradition der Kreuzigung unterstreicht auch die Wahl des Triptychon als ein häufiges Bildformat.

 

   



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