Ev. Kirchbautag und Institut für Kirchbau: Lambertikirche Oldenburg
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Lamberti Saal
Lamberti Saal mit "Schwalbennest"
kleiner Saal
Küche
Lambertikirche Oldenburg

5 x Umbau =  Die St. Lambertikirche in Oldenburg

Die zentrale Innenstadtkirche in Oldenburg ist ein neugotischer Backsteindom. Öffnet man die Tür um die Kirche zu betreten, hält die Kirche im Inneren eine Überraschung bereit. Staunend steht man in einem prächtig-festlichen Kuppelsaal in reinstem klassizistischen Stil. Selten stimmt Innen und Außen so wenig überein wie in der St. Lambertikirche. Das hat seine Gründe. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Hallenkirche zu diesem Zentralraum mit Kanzelaltar umgebaut. Als man dann im 19. Jahrhundert wieder am mittelalterlichen Stil Gefallen fand, sollte die gesamte Kirche re-gotisiert werden. Es blieb jedoch aus Kostengründen bei der neugotischen Außenhaut. In der rechteckigen Außenform steckt seitdem eine kreisförmige Rotunde mit vielen ungenutzten Raumzwickeln.

Ende der 60er Jahre wurde die Kirche erneut umgestaltet. Professor Oesterlen aus Braunschweig wurde damit beauftragt. Die Kirche erhielt im Innenraum eine neue Ausrichtung, um den Einbau einer großen Orgel auf der Ostempore zu ermöglichen. Deshalb wurde der Haupteingang im Osten geschlossen und der Vorraum zu einer Kapelle umgestaltet. Den Eingang zur Kirche verlegte man in den Westen unter den Turm.

Seit 1999 gab es wieder Überlegungen für Bauveränderungen, um die Lamberti-Kirche als „Citykirche“ tauglich zu machen. 2007  begannen deshalb zum fünften Mal Umbauarbeiten in der Kirche, diesmal zum Einbau eines Gemeinde- und Veranstaltungszentrums in die historische Bausubstanz.

Der Wegeführung innen und aussen mußte im Zusammenhang mit der erweiterten Nutzung neu gestaltet werden. Im geräumigen Ostteil des Gebäudes wurden neue Räume eingebaut, darunter im 1. Stock der große „Lambertus-Saal“ in der neugotischen Apsis der Kirche.  Da zwar viel Volumen, aber wenig nutzbare Grundfläche zur Verfügung stand, wurden in den Turmbereichen Zwischendecken eingezogen. Im Nord-Ost-Turm befindet sich nun im Erdgeschoß ein Informations- und Kommunikationszentrum als Anlaufstelle für Besucher. In den darüber liegenden Geschossen eine Toilettenanlage, ein Musikarchiv und im zweiten Obergeschoß ein Musikerraum. Im südlichen Turmbereich sind Küster- und Lagerräume untergebracht. Außerdem gibt es hier einen kleineren Gruppenraum und eine Küche. Im 2. Obergeschoss hängt der sogenannte „Kleine Saal“ als Box an einer Stahlkonstruktion mit Fenster wie ein Schwalbennest über dem  Großen Saal unter der Decke. Zusammen mit zwei Gruppenräumen in den Seitentürmen bildet der Kleine Saal auf dieser Ebene eine funktionale Einheit. Der Kirchenraum selbst  wurde in der originalen klassizistischen Farbgebung restauriert und strahlt wieder hell und  festlich. Das Vestibül, ehemals der Eingang zur Kirche auf der Ostseite, dient heute als würdiger Erinnerungsort der Kirchen- Stadt- und Landesgeschichte Oldenburgs und als Begräbnisstätte des Oldenburger Herrscherhauses, nachdem die Kenotaphe und Grabstätten zurückgeholt wurden, die bei der Umbaumaßnahme in den 60er Jahren ausgelagert worden waren.

Architekt: Prof. Bernhard Hirche, Dipl. Ing. Architekt BDA, Hamburg



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