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Elektrisierende Stille – Verwandlung eines Transformatorhäuschens
Das Gebäude liegt auf einem ehemals landwirtschaftlich genutzten Gelände in Palmela, südöstlich von Lissabon. Es sah auf so unscheinbare Weise zweckmäßig aus, dass man es zwar sah, aber quasi durch es hindurchsah, jedenfalls nicht gern einen weiteren Gedanken daran verlor. Nun ist es einer Verwandlung unterzogen worden, die die Qualitäten dieses häßlichen Entleins zum Vorschein bringt.
Der Architekt Bernardo Pizarro Miranda hat die Raumproportionen von 25 qm Grundfläche im Verhältnis zu einer Raumhöhe von 4 Metern so gestaltet, dass deren Potential für einen konzentrierten Raum optimal zum Tragen kommt. Durch klug gesetzte Lichtöffnungen an der Decke und auf Bodenniveau atmet der Raum, man fühlt sich nicht beengt oder eingeschlossen. Ein heller Holzfußboden, ein schlichter Altartisch, eine dreiseitig an den hellen Wänden entlanglaufende Holzbank sind die Einrichtung… so ist es von Innen.
Außen wird das kleine Gebäude gefaßt und aufgewertet durch ein Metallgerüst. Es rahmt das kleine Gebäude und erweitert optisch seine Dimensionen in der Höhe und in der Fläche. Dieses Gerüst ist mit Kletterhilfen für den symbolisch gewählten „wilden Wein“ versehen. Mit der Zeit wird der ganze Bau von einem Blätterkleid umhüllt sein. Ein gekiester„Vorhof“ stimmt ein auf das Betreten dieses Raumes der Stille.
Ermida do Cristo do Silêncio, Palmela, Architekt. Bernardo Pizarro Miranda
Bauherr: Congregação das Escravas do Sagrado Coração de Jesus
Text: C. Breinl
Fotos Lda | Daniel Malhão
evangelischer Kirchbautag und Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart